Montag, 16. Juli 2012

Ein kurzer Tagesabriss: 16. Juli

16. Juli 622: mit der sogenannten Hedschra Mohameds, in der er mit seinen Getreuen von Mekka nach Medina reiste beginnt die offizielle islamische Zeitrechnung.

16. Juli 1377: Richard II. wird als Zehnjähriger zum König von England gekrönt.

16. Juli 1661: Die "Stockholms Banco" bringt als erstes Kreditinstitut in Europa eigene Banknoten im Umlauf.

16. juli 1857: im Zuge des Sepoyaufstandes werden in Bibighar, Kanpur rund 200 gefangengenommene britsche Frauen und Kinder von den abrückenden Aufständischen mit Beilen erschlagen. Die Garnison hatte sich nach monatelanger Belagerung ergeben, dabei kamen fast alle männlichen Verteidiger ums Leben. Nur einer Handvoll gelang die Flucht. Dieses Ereignis - ein britsches Trauma - löste heftige Vergeltungsmassnahmen seitens der britischen Armee aus. Begonnen hatte der Aufstand, weil sich ein hartnäckiges Gerücht hielt, dass die Bleigeschosse der neuen Gewehre mit einer Mischung aus Rindertalg und Schweinefett behandelt wurde, was die religiösen Gefühle der teils hinduistischen, teils muslimischen Sepoys verletzte.

16. Juli 1909: In Zwickau gründete August Horch die nach ihm benannten "August Horsch Automobilwerke GmbH", den Vorläufer der Audi AG. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog Horch nach Ingolstadt, während in Zwickau die legendären Trabant produziert wurden.

16. Juli 1918: In Jekaterinburg (Swerdlowsk) wird der ehemalige Zar Nikolaus II. samt seiner gesamten Familie sowie vier loyalen Bediensteten von den Bolschewiken ermordet. Dabei hatte ein anderer später berühmt gewordender Mann mitgewirkt: Imre Nagy. Er war der Ministerpräsident während des Ungarnaufstandes 1956. Die Bolschewiken verscharrten die Leichen der Familie ausserhalb der Stadt, was zum jahrelangen, ebenso hartnäckigen wie falschen Gerücht führte, das die jüngste Tochter Anastasia überlebt habe. Grabungen samt DNA Analysen bewiesen allerdings zweifelsfrei, dass alle 18 Familienmitglieder erschossen wurden.

16. Juli 1920: der Vertrag von Saint-Germain zwischen den Ententemächten und Deutschösterreich, der die Auflösung der k. u. k. Monarchie sowie die Errichtung der neuen Republik Österreich regelte, tritt offiziell in Kraft.

16. Juli 1942: Die Vichy-Polizei treibt auf Anordnung des Ministerpräsidenten Pierre Laval in der Razzia Rafle dü Vel´d´Hiv zwischen 13.000 und 20.000 jüdische Flüchtlinge in einem Stadion zusammen. Sie sollen an Hiterldeutschland ausgeliefert werden.

16. Juli 1950: Im Finale der Fussball-WM in Brasilien schläft Uruguay Gastgeber Brasilien mit 2-1 und wird zum zweiten Male Weltmeister. Nach der Niederlage Brasiliens wurden vier Fans tot aufgefunden, die offensichtlich Selbstmord verübt haben.

16. Juli 1979: Saddam Hussein wird von seinem Vorgänger Ahmad al Bakr zum Staats- und Regierungschef ernannt. Kurz nach seiner Ernennung errichtete er ein Terroregime und liess sich gerne „al-Kaid al-Daruri“ nennen, was übersetzt soviel wie Unersetzlicher Führer hiess. Er war auch verantwortlich für den Iran-Irakkrieg und Verbrechen gegen die kurdische Minderheit. Nach seinem Sturz 2003 (dritter Irakkrieg) wurde er am 30. Dezember 2006 gehenkt.