Donnerstag, 30. September 2021

Derweil in Graz

 

Ausschreitungen vor Europaleague-Spiel

Vor dem Europaleague-Spiel Sturm Graz gegen PSV Eindhoven haben die niederländischen Fans in der Nacht auf Donnerstag in der Grazer Innenstadt einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst.

Gegen 21:30 Uhr kam eine Gruppe von rund 50 Personen, schwarz gekleidet und vermummt, zu einem Lokal im Bereich Färberplatz. Es gibt laut Polizei Hinweise, dass diese Personen den radikalen Fußball-Anhängern des SK Sturm Graz angehörten. Im Lokal hielten sich etwa 50 Personen auf, die dem Fan-Bereich des niederländischen Fußballclubs PSV Eindhoven, zuzuordnen waren.

Mobiliar beschädigt, Gäste und Polizeibeamte verletzt

Das Lokal und diverses Mobiliar wurden von den angreifenden Personen erheblich beschädigt. Zwei Gäste des Lokals erlitten leichte Verletzungen. Alle verfügbaren Polizeistreifen begaben sich sofort zum Tatort und konnten den Großteil der angreifenden Gruppe vertreiben. In der Folge kam es auch zu Angriffen auf die Beamten. Bei diesem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte unbestimmten Grades verletzt.

Vier Männer wurden wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt (25 und 37 Jahre aus den Niederlanden) sowie wegen Verwaltungsübertretungen (20 Jahre aus den Niederlanden und 24 Jahre aus Graz) festgenommen. Die Ermittlungen laufen.

Das Spiel heute in der Merkur-Arena ist ausverkauft. Die Niederländer sind gekommen, um zu gewinnen – mehr dazu in Mwene hat Sieg bei Sturm fix eingeplant (29.9.2021).

Eintracht in Antwerpen

Freitag, 24. September 2021

Alles Gute, Kennergasse 3

 

Im „Illustrierten Wiener Sporttagblatt“ vom 24. September 1921 gibt der Favoritner AC bekannt, dass sein neuer Platz in der Kennergasse/Laaerstraße (damals hiess die Laaerberg Strasse noch so) spielfertig ist. Hundert Jahre ist diese kurze Notiz jetzt alt, seit 100 Jahren spielt der FAVAC jetzt an selber Stelle. Damit ist der Platz der älteste noch in Favoriten bespielte Fussballplatz.

Der erste Platz des FAVAC, die sogenannte Steinmetzwiese lag an der Ecke Waldgasse/Gudrunstrasse und wurde 1912 fertiggestellt. Der erste Gegner damals war Poszony Ujvarosi, von denen man sich 1-1 unentschieden trennte. Leider verlor der Verein diesen Platz bereits 1915 – die steigenden Verwundetenzahlen des Ersten Weltkrieges machten eine Erhöhung der Spitalskapazitäten notwendig und man errichtete dort in der Nähe des Ostbahnhofes das Kriegsspital No. 5. Das demokratische Wien der Nachkriegszeit behielt sich das Areal des Vereines.

Bis 1921 musste der Favoritner AC auf wechselnden Plätzen, darunter auch der heute nicht mehr existente erste Herthaplatz (heute Johann-Böhm-Park) oder dem Südsternplatz (später FC Wien Platz) spielen, ehe das Grundstück in der Kennergasse gefunden wurde. Die Zuschauerwälle wurden aus dem Aushub des damals in Bau befindlichen Amalienbades errichtet, Teile davon sind noch heute vorhanden.

Der Platz wurde vor dem Krieg mehrfach saniert, letztmalig beim Aufstieg in die 1. Klasse (heute 1. Bundesliga) 1935. Nach dem Krieg war kurzzeitig ein Kartoffelfeld, die Ernten waren aber nicht berauschend und es konnte bald wieder echter Fussball gespielt werden.

Im Jänner 1933 fand auf dem Platz sogar ein Länderspiel statt: die Partie Österreich gegen Ungarn um die (Arbeiter)EM wurde an der Kennergasse ausgetragen, Österreich (mit einigen FAVAC Spielern) gewann mit 3-1 gegen Ungarn.

Den letzten großen Umbau erlebte der Platz 1979, als ein Rasen verlegt wurde.

Besonders beliebt in der Nachkriegszeit waren die Osterturniere sowie die vielen Nachwuchsturniere, eine Tradition, die heute leider nicht mehr gepflegt wird.

Eine Kuriosität in den 30er Jahren waren die Damenhandallspiele am FAVAC-Platz. Der Verein hatte eine schlagkräftige Mannschaft, die auf eigenem Platz gefürchtet war. Damals wurde Handball noch am Fussballfeld gespielt, was die Attraktivität nicht besonders fördert.

Viele berühmte Spieler schnürten ihre Schuhe für den Verein und stoppelten über diesen Platz. Friedrich Torberg schrieb einmal – nicht zu Unrecht: „Favoriten ist die Kornkammer des Österreichischen Fussballs !“ Und das ist auch heute noch so.

Alles Gute, Kenner Road !






Samstag, 18. September 2021

Lens - Lille

 

post sv - FAVAC

 

Wieder eine gebrauchte Auswärtsfahrt. Wie schon gegen Wienerberg haben wir dem Tabellenletzten einen Heimsieg geschenkt. Jede Schülerligamannschaft spielt beherzter, kein Pressing, keine abgestimmten Aktionen, das Zweikampfverhalten unter aller Kritik und auch das Laufverhalten von Pensionisten (ohne Rollator) – so kann man den FAVAC heute beschreiben. Dabei war der Post SV genauso wie damals die Wienerberg um nichts besser, im Gegenteil. Das macht die Sache ja so beschämend. Ein echt bescheidener Kick. Die Fans waren – weil es für einige zu nass war – ohnehin in geringerer Besetzung vor Ort, aber wie immer motiviert. Diese Motivation wurde bald zu Frust, der Tabellenletzte führte nach 13 Minuten mit 2-0. Irgendwie kam die Mannschaft nicht in die Gänge, vielleicht lag es auch daran, dass bei der Mannschaftsaufstellung der FAC statt unserem FAVAC begrüsst wurde und die Spieler sich so nicht angesprochen fühlen. Egal. Das Spiel war wie das Wetter: bescheiden. Ob sich da Auswärtsfahren überhaupt noch lohnt oder wir lieber zur Pfitschigogerl-WM gehen sollen weiß ich heute noch nicht. Wir werden das aber intern diskutieren.












Montag, 13. September 2021

Boulevard

 Die Kronenzeitung ist echt schlau. Der FAVAC gewinnt gegen Stadlau mit 2-1, und zwar auf einem Sportplatz ! Respekt ! Echte Fachleute.



Favoritner AC - stadlau