Samstag, 3. September 2011

Nussdorfer AC - FAVORITNER AC, der Bericht




Nach einem anstrengenden Arbeitstag war es endlich an der Zeit, den verdienten Jahresurlaub anzutreten. Wie geht es besser als mit einem Spiel des FAVORITNER ATHLETIK CLUBS ? – Eben. Also setzte ich mich in die Untergrundbahn und fuhr via kurzem Zwischenstopp in der City (lustig wie immer die japanischen Frauen, die grell geschminkt und mit Gesichtsmaske herumlaufen – nicht zu vergessen die weissen Spitzenhandschuhe) nach Heiligenstadt. Dort wurde ein Bierchen gekauft und der Weg in die Grinzinger Strasse 111 per Pedes angesteuert. Am ehemals längsten Gemeindebau Wiens entlang ging es hurtig den Berg hinauf und zum Platz. Der Eingang war nobel zwischen grossen Häusern versteckt, ich fand ihn trotzdem und war dann auch schon innerhalb der Anlage. Die restlichen FEDAYN kamen ja erst etwas später und so trank ich mal ein gemütliches Bier und wartete. So eine halbe Stunde vor Spielbeginn waren dann alle da (für einen Freitagnachmittag 18 Uhr waren sieben Auswärtsfahrer gar nicht übel) der Linienrichter und einige Spieler wurden begrüsst und die Stimmen geölt. Etwa 300 Zuschauer drängten sich auf dem engen Platz, davon gut ein Drittel aus Favoriten. Stimmung war von Beginn an gut, wir beschallten den Platz mit unseren Melodien und gaben der Mannschaft den nötigen Rückhalt um gegen die stürmisch angreifenden Blauschwarzen bestehen zu können. Der Aufsteiger und Ligakrösus (TWL kann da vielleicht finanziell noch mithalten) hat ja mit „unserem“ Goran Mladenovic, Lubas, Stoijkovic, Bjelovuk und Aurohom eine Top-Truppe zusammengekauft, die wohl in die RLO kommen will. Ob das nach über 20 Oberligajahren so leicht geht (der NAC ist seit 1980 quasi Fixbestand der Oberliga B gewesen) bleibt abzuwarten. Bis zur Pause hiess es jedoch aufgrund eines tollen Tormanns Sead Lacevic (der wieder zurückgekommen ist nachdem die rudernden Süssenbrunner Tormann Ellerich und der arrogante Schiri Grobelnik unseren zweiten Goalie Propadalo eine Gelb-Rote verpasst hat) und eines guten Bojan Culibrk noch 0-0, ferner hatte der FAVAC auch noch die eine oder andere Chance. Zu unserer Unterstützung hatten wir heute die Glatzer´sche Pinguinabteilung mit dabei, nett dass du vorbeigekommen und geblieben bist. Wolltest ja woanders hin. Hat sich hoffentlich gelohnt. Auch in der zweiten Halbzeit war die Stimmung weiterhin gut, unsere Lieder beschallten den Platz und die Umgebung, einige NAC-Fans hatten schon ein Hörtrauma davon und als alle schon mit einem Unentschieden rechneten schoss der NAC in der 93. Minute das 1-0. Torschütze Stoijkovic. Scheisse. Aber letztendlich nicht unverdient, sie waren halt die bessere Mannschaft. Trotzdem feierten wir weiterhin am Platz, endlich mal eine neue Partylocation nach vielen, vielen sehr bekannten Grounds. Goran Mladenovic kam noch kurz vorbei, danach natürlich „unser Liri“ Alphonse samt seinem Chef Pollak, dazu noch einige NAC-Trikotträger und gemeinsam beschlossen wir, uns das Länderspiel anzugucken. War der nächste spielerische Reinfall, dafür eine lustige Feier in der kultigen Kantine. Nach dem Spiel ging es per Pedes nach Heiligenstadt, von dort mittels Untergrundbahn auf den Schwedenplatz, die Rolltreppe hinauf und per Pedes via Stephansplatz und Kapuzinergruft zur Oper und den dort stehenden Mietdroschken. Eine davon nahm mich auf und brachte mich nach Hause. Schön wars – das Ergebnis hat halt nicht gepasst. Ansonsten noch Grüsse an die Frau Obermüller, die die U23 gepfiffen hat.