Montag, 14. April 2014

Favoritner AC versus SR Donaufeld: Der Bericht


 

Das Spitzenspiel gegen die Spargel- und Salatbauern aus dem Donaufeld stand an und ich machte mich nach einem erholsamen Samstag – der FC 1980 Wien gewann 7-2 (die Erste) bzw. 6-0 (die U-23) gegen die unsympathische Mannschaft von WS Ottakring, von der uns nächste Saison hoffentlich zwei Ligen trennen werden auf, die Kennergasse zu besuchen. Der Autobus war eine Sonderfahrt der Linie 68B – so prominent ist Meinereiner inzwischen auf dieser Linie – und brachte mich schnell zum Platz. Dort war noch nicht viel los, man baute halt die Sachen auf und ich guckte interessiert zu.  In der Kantine hielt der Donaufelder Trainer Jaschke „Hof“ (der sollte doch eigentlich in der Kabine sein wie unser Trainer üblicherweise ist) – er hat eine etwas eigenartige Vorstellung seiner Tätigkeit aber davon später mehr und scheuchte die Spieler die sich in dieselbe verirrten sofort weg (Aha so macht das ein Erfolgstrainer), ehe er selber sich langsam wegbewegte. Okay, dachte ich mir, ein guter Zeitpunkt ebenfalls hinauszugehen und das Spiel vorzubereiten. Bei schönem englischen Fussballwetter trafen die üblichen Verdächtigen so nach und nach ein, soweit sie im Lande waren und der Support konnte beginnen. Unsere junge Mannschaft trat ersatzgeschwächt an um den Tabellenführer die Stirn bieten zu können – und schafften es im Großen und Ganzen recht gut. Donaufeld konnte zu keiner Zeit seine Klasse ausspielen (falls sie sowas überhaupt haben) und kamen kaum mal gefährlich vor das Tor von Stidl. Dafür rackerten unsere Jungs wie wild und spielten sogar gute Möglichkeiten heraus, leider traf keiner ins Tor hinein. Logischer Pausenstand war Null zu Null. Nach der Pause stellte sich Kadir zu uns Fans (Hallo und Herzlich Willkommen !) und verbrachte eine nette zweite Halbzeit, die für einige Aufregung sorgte. In der 47. Minute netzte Dominik Leko zum verdienten 1-0 für die Rotschwarzen und brachte damit die Gäste aus dem Tritt. Die nachfolgende Viertelstunde gehörte – soferne der Schiri nichts dagegen hatte (und er hatte oft was gegen uns) – unserer Mannschaft. Wir stürmten und stürmten, trafen sogar einmal regulär ins Tor, leider sah der Schiri dies anders (der Ball war einen guten Meter hinter der Linie) und liess weiterspielen, was natürlich den Aggressionspegel der Heimfans etwas steigerte. Einigen Nettigkeiten folgte eine Wasserspritzaktion von Trainer Jaschke gegen einen Fan, der das nicht lustig fand. Der Schiri sah das überraschenderweise nicht, nachdem er vorher Trainer Novara auf die Tribüne geschickt hat. Jaschke machte deswegen munter weiter und provozierte uns Fans dann noch mit eindeutigen Gesten – aber auch davon später mehr. Unsere Spieler liessen sich durch die Benachteiligung, die übrigens sehr schlecht weil zu offensichtlich gemacht war ein wenig aus dem Konzept bringen und so kam Donaufeld doch noch zu Chancen, die sie aber nicht verwerten konnten. Da hatte dann der Schiri eine Idee, wie man das ändern konnte und pfiff in der 94. Minute  Elfmeter für Donaufeld. Ob es jetzt tatsächlich ein Elfer war oder nicht spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, hätte Schiri Vojtech das 2-0 gegeben (was er hätte müssen) brauchten wir hier überhaupt nicht mehr darüber zu diskutieren. So kamen die Donaufelder zu einem billigen Punkt durch die gute Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichtertrio. Und nach dem Elfer gab es gleich den Abpfiff bei welchem sich die Ereignisse ein wenig überschlagen haben. Die Einladung Jaschkes nahmen einige Fans dann an, komischerweise wollte dieser dann nichts mehr davon wissen und trat den Rückzug an, welcher mit einigen Bierduschen versüsst wurde. Zu Recht. Fazit: Wenn die Herren vom Fussballverband beschliessen, einen bestimmten Verein in die RLO zu puschen dann sollten sie es nicht soooo offensichtlich machen wie heute. Und an die Donaufelder: Hauts eich ins Kraut es Happeln !