Dienstag, 1. November 2016

Lustiges aus dem RLO Forum

Wien. Freitag Abend. Wien Hütteldorf. Der Wiener Sportklub schlägt in der 13.Runde der Regionalliga Ost die höher eingeschätzten Rapid Amateure. Die Freude über die wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf werden aber von unschönen Szenen auf der Tribüne überschattet. Geri, Rapidordner aus Leidenschaft, erinnert sich: "Ich bin jetzt seit 38 Jahren Ordner bei Rapid, habe unzählige Derby Ausschreitungen gesehen, aber sowas hab ich noch nie erlebt. Gewalt gegen die eigenen Fans. Das gibt's nicht mal bei uns oder den Veilchen."

Was war geschehen? Die für ihre linksradikalen Ausschreitungen berühmt berüchtigten Fans der Friedhofstribüne attackierten während des Torjubels eigene Anhänger mit Bier. Manche wollen nur ein paar Tropfen, die durch den Hütteldorfer Nachthimmel geflogen sind, gesehen haben. Andere hingegen erkannten einige Liter Bier, die in einem Akt der Böswilligkeit und Ignoranz über unzählige unbescholtene Bürger ergossen wurden. Die Polizei kann zu den Tätern noch keine genaue Auskunft geben. Man werte derzeit das Material der Videoüberwachung aus, so ein Sprecher. Ein Augenzeuge, der aus Angst vor weiteren Übergriffen anonym bleiben möchte, packt hingegen aus: "Das war deutlich zu erkennen dass die von der FHT waren, trugen lauter schwarz-weiße Sachen und haben laut gesungen."

Auch der laute Gesang und die schwarz-weiße Vermummung der "Friedhofsklatscher" ist vielen Forumfans ein Dorn im Auge. Gemeinsam mit anderen besorgten Bürgern haben sie daher nun die Inititative gegen Biergewalt im Fußball gegründet. Oswald, Sprecher der Selbsthilfegruppe schwarz-weißer Bieropfer unterstützt die Initiative: "Es ist höchste Zeit! Man traut sich heutzutage ja nicht einmal mehr ohne Regenjacke und Gehörschutz auf Sportklubspiele. Ich geh fast jede Woche pitschnass und taub vom Friedhofsgeschrei nach Hause. Früher hätts das nicht geben." Mittlerweile gibt es auch von Vereinsseite klare Signale. Trainer und Mannschaft haben aus Solidarität mit den Bieropfern das Training eingestellt. "Sportlicher Erfolg ist in Zeiten wie diesen unwichtig. Jetzt heißt es zusammen rücken und ein Zeichen gegen Hass und Biergewalt zu setzen" so ein Spieler. Im Vorstand wird darüber hinaus über einen Verhaltenskodex für die Fans diskutiert. So soll in Zukunft nur noch auf gesittete Art und Weise über Tore gejubelt werden. Als Vorbild sollen Beifallsbekundungen wie in der Oper und im Theater dienen. Wer in Zukunft zu laut schreit oder Bier verschüttet, muss mit Stadionverboten und Haftstrafen rechnen. Dem Bieropfer von letzten Freitag hilft das freilich herzlich wenig. Er ist fürs Leben gezeichnet. "Zumindest habe ich im Ostligaforum - dort wo das Fußballvolk noch sagen darf was es denkt - für großes Aufsehen gesorgt. Der Sport wird wirklich zweitrangig, wenn die eigene Jacke Bier abbekommt."
 
 
Wir, das Kollektiv "Akademiker gegen das Friedhofsproletariat" unterstützen die Initiative gegen Biergewalt im Fußball.

Viel zu lange müssen wir schon den Gestank von billigem Bier, Würstel und Tabak am Sportclubplatz erdulden.
Viel zu oft wird auf der Friedhofstribüne im primitiven Wiener Dialekt gesprochen und gesungen.
Und immer wieder kommt es zu unerträglichen proletoiden Gemütsäußerungen auf der Friedhofstribüne.

Wir sagen daher: Genug ist genug!
Unsere Gucci Taschen wurden viel zu oft Opfer von hinterlistigen Bier- und Seifenblasenattacken. Der Sportklub befindet sich bereits viel zu lange in der Geiselhaft des Friedhofsproleten.

Wir fordern daher:
- Todesstrafe für jeden Menschen, der auf der Alszeile Dosenbier konsumiert
- Champagner statt Bier im Stadionausschank
- Kaviar statt Käsekrainer auf der Alszeilengastro
- Sprachgebot: Oxford Englisch statt Wiener Dialekt auf allen Tribünen
- Ö1 Panorama als akustisches Pausenprogramm
- Verbot der gesellschaftlichen Todsünde "Klatschen" - stattdessen soll wie in den guten, alten Zeiten der griechischen Hochkultur bei Toren, Fouls und Abgang der Gladiatoren am Feld der Daumen entweder nach oben oder nach unten gerichtet werden
- Auf den Toiletten: Da Vinci Gemälde statt Fht Pickerl
- Gedrosselte Lautstärke auf den Tribünen. Zimmerlautstärke.
- Pflicht: Abendgarderobe statt Schals, Hauben und Sportbekleidung
- Wer keinen Doktortitel besitzt, soll darüber hinaus verpflichtende Integrationskurse bei Herrn Schäfer-Elmayer besuchen. Hauptgehenstand: 'Wie sich der Fußballfan mit Niveau zu benehmen hat'

Hochachtungsvoll,
AgdFP
(Akademiker gegen das Friedhofs-Proletariat)
 
 
Wir, die Initiative von "Alcohol Network" verwehren uns gegen die Kriminalisierung von Biertrinkern. Dies ist eine abendländische Kulturform, die es schon seit rund 2.000 Jahren gibt. Was bei den lustigen "Werfen wir die Römer in den Sumpf" Spielen der alten Germanen begann, muss bei der urgermanischen Sportart des Fussballs erhalten bleiben. Ohne Wenn und Aber. Sitzplatzschweine, Guccitaschenträger oder Schachfans müssen vom Sport ferngehalten werden.  Kein Kaviar auf den Tribünen, kein Schampus in den Kantinen, VIP Clubs sollen gesperrt werden. Kein Betreten des Fussballplatzes ohne den Nachweis elementarer Fussballsportkenntnisse, Einführung eines verpflichtenden "Fussballproletenpasses" für Alle.
 
Alcohol Network Austria