Montag, 22. Juli 2013

Schockierende Neuigkeiten für Deutsche

Hat es sich bald ausgeballert ? Mallorcas wichtigster Tourismus-Politiker im BILD Interview

Schluss mit Party auf Mallorca?Politiker will unseren Ballermann plattmachen
 
 
Von KIM HORN und MERLIN SCHOLZ
Palma de Mallorca – Hat es sich auf unserer Lieblingsinsel bald ausgeballert?
Über vier Millionen Deutsche verbringen in diesem Jahr ihren Urlaub auf Mallorca – rund fünf Prozent mehr als im Jahr 2012. Die Insel boomt, allen voran die Gegend um den legendären Ballermann 6.
Doch wenn es nach Mallorcas wichtigstem Tourismus-Politiker geht, ist mit Party pur bald Schluss!
Vize-Bürgermeister Alvaro Gijon (40) zu BILD: „In den nächsten fünf bis sechs Jahren werden wir das Erscheinungsbild an der Playa de Palma um 180 Grad drehen. Den Ballermann wird es in dieser Form nicht mehr geben.“
Das neue Strand-Konzept
LUXUS STATT SANGRIA AUS DEM EIMER. WELLNESS STATT LAUTER SCHLAGERMUSIK.
Gijon: „Viele Hotels werden auf vier und fünf Sterne hochgerüstet, der Strand komplett neu gestaltet mit hochklassiger Gastronomie und Sportangeboten.“ Der typisch deutsche Pauschal-Partytourist passt da nicht mehr hin!
Allein 600 000 Urlauber reisen an die sechs Kilometer lange Playa de Palma, um den bewährten Mix aus Sonne, Strand und wilden Partys zu genießen.
Gijon: „Wir wollen Leute, die viel Geld ausgeben, z. B. mehr Touristen aus China und Dubai. St. Tropez, Miami und Las-Vegas sind Orte, an denen wir uns orientieren. Wir planen ein Touristen-Casino, in dem um Tausende gespielt wird.“
Warum das alles?
„Dieser Sauf-Tourismus ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Gijon. „Wenn die Leute sich betrinken, sollen sie das in den Diskotheken machen – nicht am Strand in der Öffentlichkeit.“
Schon in dieser Saison gilt für einen Abschnitt der Ballermann-Promenade zwischen 22 und 1 Uhr Sauf-Verbot. Kommendes Jahr soll es ganztägig auf den gesamten Strand ausgeweitet werden.
AUS FÜR DEN SANGRIA-EIMER. SCHLUSS MIT LAUTER PARTY-MUSIK.
Gijon: „Familien finden dort keine Ruhe. Mit meiner sechsjährigen Tochter würde ich nicht zum Ballermann gehen. Ich würde mich nicht sicher fühlen. Allein schon wegen der vielen Scherben.“
Gijon weiß, dass seine neuen Luxus-Pläne nicht allen gefallen werden: „Aber ich bin sicher, dass andere deutsche Touristen an unseren neuen Strand kommen. Die Deutschen sind nach wie vor unsere wichtigsten Urlauber.“
Und die Ballermann-Urlauber? „Für die gibt es andere Orte auf der Welt.“
 
Vize-Bürgermeister und Tourismus-Dezernent Alvaro Gijon (40) im Gespräch mit den BILD- Reportern Kim Horn und Merlin Scholz (r.)
 
Kommentar: eigentlich unerhört, dass sich die Spanier erlauben, auf ihrem eigenen Staatsgebiet einfach so etwas zu planen ohne die Ballermanntouristen zu fragen. Ich meine: wo kommen wir denn dahin, wenn jedes Land machen würde was es will ? - Die haben gefälligst vorher zu fragen ! Punkt ! Aus !
Reste einer Party-Nacht: Leere Flaschen, Becher und jede Menge Müll. Und das, obwohl direkt daneben Mülleimer stehen
 
 
Neue Verordnung: Das Trink-Verbot am Ballermann