Samstag, 16. Mai 2015

Die Sache mit den Amateurteams


In der RLO nähert sich die Saison ihrem (dramatischen) Höhepunkt. Der Wiener Sport©klub ist in ernstlicher Gefahr, in die Wiener Stadtliga abzusteigen. Woran das jetzt auch immer liegen mag – ich bin da kein Insider – die Frage der Amateurteams entzündet sich jetzt wieder vermehrt. War dies doch der Grund warum ein gut funktionierendes Redaktionsteam wie jenes von ostliga.at den Hut drauf warf bzw.es zumindest behauptet, werfen jetzt einige Postings und Erklärungen im noch vorhandenen www.ostligaforum.at ein anderes Licht auf die Sache:

Offenbar wurde bereits im Jahre 2009 eine Verbandsentscheidung betreffend der Teilnahme von Amateurteams getroffen, die von so gut wie allen Vereinen – auch dem WS©K abgesegnet wurden. Damals war es für die Vereine kein Thema, ob und dass diese Teams daran teilnehmen dürfen, hatten sie doch auch eigenene B-Teams die als Amas an einer Meisterschaft in den jeweiligen Verbänden (WFV) teilnehmen durften. Dies passierte damit über sechs Jahre, ehe das Redaktionsteam von ostliga.at sowie die Fans des Wiener Sport©klubs draufgekommen sind, dass dies eher suboptimal sein könnte. Daher finde ich erstens die Gründe für das Zurückziehen von ostliga.at fadenscheinig und die Jammerei der Sportc©klubfans (die ja ein ganz besonderes Verhältnis in und zu ihrem Verein haben) entbehrlich. Ganz ehrlich.
 

Also ich war in den letzten 15 Jahren bei einer Handvoll Sitzungen im WFV und wenn, dann als Angestellter mit einem Abstimmungsauftrag aus dem Vorstand (also mit Null Handlungsspielraum). Im Sommer 2010 war es nicht, da war ich schon kein Mitarbeiter des WSK mehr. Allerdings bin ich bei besagter Sitzung, 2009 wird stimmen, mit dem damals noch im Amt befindlichen WFV-Präsidenten Kurt Ehrenberger zusammengekracht. Denn: mein seinerzeitiger Abstimmungsauftrag und meine persönliche Meinung zu der Amateurregelung unterscheiden sich diametral.  Dazu glaube ich mich erinnern zu können, dass zuvor von verschiedenen Seiten auf die Vereine eingewirkt wurde und die Sportklub-Stimme in der Abstimmung keineswegs das Zünglein an der Waage dargestellt hat. Da sind einige "umgefallen". Warum genau weiß vielleicht noch der Erwin Hutterer. Betreffend Antrag für den freien Eintritt der Gästefans: die Idee war es, ein einheitliches RLO-Abo aufzulegen. Die Rahmenbedingungen kenne ich nicht mehr. Vielleicht findet sich im Sportklub-Sekretariat ja noch das eine oder andere Schriftstück. Aus heutiger Sicht klingt das natürlich absurd. Stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

Liebe Grüße

Christian Hetterich
 

Ich erinnere mich natürlich auch noch an diese unglückselige Sitzung. Peter Eigl wollte damals einen Antrag an den ÖFB stellen die Amateurvereine aus der Regionalliga auszuschließen. Obwohl ich wusste das die Meinung in Präsidium und Vorstand eher dagegen war, war ich vor Beginn der Sitzung auch entschlossen diesen Antrag zuzustimmen. Es kam dann Christian Hetterich und sagte mir, Er hat noch einmal mit Präsidiumsmitgliedern gesprochen und die Meinung ist eindeutig dagegen und wir können uns nicht über diese Meinung hinwegsetzen. Der WSK ist schliesslich nicht unser Privatverein. Ein gewichtiges Argument. Es gab, aus damaliger WSK-Sicht, auch noch andere Argumente dagegen: Am Aufstieg hätten Sie uns nicht gehindert (an Abstieg hat damals wohl niemand gedacht) und unsere eigene 1B wäre natürlich auch massiv betroffen gewesen. Persönlich hatte ich den Eindruck, daß Christian meine Meinung teilte. Nach einer Abwägung - Vereinsmeinung oder persönliches Bauchgefühl - haben wir uns dann entschlossen den Vereinsstandpunkt zu vertreten. Nicht nur aus heutiger Sicht war dass natürlich ein Fehler. Ein scwacher Trost ist nur, daß selbst wenn wir anders gestimmt hätten es nichts geändert hätte. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Ich habe dann noch den Antrag gestellt, daß alle ABO-Karten auch bei Auswärtsspielen gelten. Der Antrag wurde ebenfalls mit gro0er Mehrheit abgelehnt. Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken mich rauszureden. Natürlich hätte ich die Möglichkeit gehabt nach meinem Bauchgefühl zu entscheiden und dies bei der nächsten Präsidiumssitzung zu argumentieren. Ich habe es aber, angesichts der Gegenargumente leider nicht getan. Wie gesagt, ein Fehler. Es war diese Sitzung allerdings ein Mitgrund (es gab mehrere), daß ich kurze Zeit später alle Ämter zurücklegte und aus Präsidium und Vorstand ausschied. Tja, so war das damals.



Mit WSC/K Gruß:


Erwin Hutterer

 


 
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