Montag, 22. September 2014

Favoritner AC versus Post SV: Der Bericht

Der Favoritner AC misst sich heute mit den Postlern aus dem siebzehnten Bezirk und natürlich waren wir alle dabei. Unter der Woche - es wäre ja nicht der FAVAC wenns anders wäre - gab es natürlich mal wieder einige Aufregungen über ein Video, welches einen "Fantalk" mit den FAVAC-Fans gezeigt hat. "Vollkommen überraschend" waren wir dazu nicht eingeladen, was wiedereinmal zeigt, welchen Stellenwert die Fans beim Verein so haben. Nach einigen Aufregungen beschloss man, in den ersten 45 Minuten keine Transparente aufzuhängen oder zu singen. Wer uns vergisst, den vergessen wir auch mal ein Weilchen. Den Vogel bei der Causa hat unser "Präsident" Leopold abgeschossen, der weder wusste, wie alt der Verein ist noch irgendeine Ahnung von dessen Geschichte hat. "Da gab es zwei Weltkriege und Bombentrichter, danach wurde später ein Klubhaus errichtet." - soweit der Präsident unseres Traditionsvereins FAVAC. Gegründet wurde dieser übrigens am 1. August 1910 unter dem Namen "Favoritner Athletik SPORT Club". Der erste Präsident war übrigens eine Frau, über der allerdings weder der Name noch ein Bild vorhanden sind. Na ja. Es ist ja auch nicht weiter wichtig, etwas über seinen Herzensverein zu wissen, oder ? Vielleicht sollte man nächstes Mal (wenn es den noch eines geben sollte) Leute hinsetzen, die auch wirklich über den Verein Bescheid wissen und sich nicht bloss selber darstellen wollen. Vor allem könnte man die Fans auch tatsächlich informieren. Interessanterweise versuchten heute einige Funktionäre die Situation umzudrehen und sie so darzustellen, als ob wir kein Interesse an einem Interview hätten. Egal. In Zukunft können sie sich andere Leute für ihre Fananliegen suchen, ich machs nicht mehr. Zu Spielbeginn gab es demzufolge auch nur ein Transparent welches die Jahreszahl darstellte, damit der Herr Präsident auch etwas zu lernen hat. Zu lernen hatten auch die Postler, die gegen uns mit 4-0 verloren, wobei es bis zur Paus noch "nur" 1-0 für den FAVAC stand. Wir nutzten die Pause um die Transparente aufzuhängen und begannen pünktlich mit Wiederanpfiff mit dem Support, der fast die gesamte Halbzeit hindurch anhielt. Auch das Transparent "ZEDER MIT UNS  - ARMY OF LEBANON" fand seine Verwendung vor dem Sektor und dann machten wir uns mit dem Gesang: "Anstoss Live - wir war´n nicht dabei !" mehrmals unserem Unmut Luft. Auch nach dem Spiel ging das Bäumchen Wechsel Dich Spiel munter weiter, wir sprachen kurz mit Roman Bender um den herum immer eine ältere Dame herumwanzte und ihre Lauscher weit aufsperrte. Ja einmal Hausmeister, immer Hausmeister oder anders gesagt: Der Lauscher an der Wand vernimmt seine eigene Schand´! Ich denke ihr klingeln heuten noch die Ohren davon. Hoffentlich. Nach heute wird sich einiges in der Szene ändern denke ich und daran hat die kurzsichtige Entscheidung des Vereines, auf Teufel komm Raus etwas ins Netz zu stellen auch einen grossen Anteil daran. Ausserdem kommt unsereiner langsam in das Alter, wo er nur mehr geniessen und nicht mehr soviel tun will. Weils keinen richtigen Sinn macht, immer nur dann gebraucht zu werden, wenn es den Herren (und der einen Dame mit den grossen Lauschern) in den Kram passt. Egal. Die Burschen haben heute super gespielt und die Postler nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. Platz vier ist der vorläufige Lohn für dieses tolle Spiel und nächste Woche soll dann die SV Gerasdorf drankommen. Im Spargelfeld werden wir ihnen schon zeigen, wo der Bartl den (sauren) Most herholt.