Samstag, 27. Mai 2017

FV Austria XIII versus Favoritner AC: Der nachgetragene Bericht

Auswärtsfahrt nach Westen, auf die lichten Höhen von Baumgarten zur Austria 13. Der älteste Namensträger der Austria (Donaufeld hat sich ja schon lange umbenannt) ist unser Gastgeber am Kinkplatz, welcher vermutlich der zweitälteste Platz in Wien ist, immerhin war der Verein immer nur auf einem Platz beheimatet. Bei dessen Gründung war Baumgarten noch ein Teil von Hietzing, erst die Nazis verbrachten den Bezirksteil mit Penzing und Hütteldorf in den neuen vierzehnten Bezirk. Und da das eine ziemlich weite Strecke ist, dachte wir daran, mittels eines alten Omnibusses dorthin zu fahren. Ein alter STEYR 380 aus dem Jahre 1955 war auch schnell gefunden und es konnte schon losgehen. Von der Kennergasse aus ging es über die Favoritenstrasse stilecht am Schloss Favorita – heute das Theresianum vorbei in Richtung Innenstadt – man wollte der Welt ja zeigen, wer wir sind – eine Runde um den Ring, ehe die Demo eine Fahrt unmöglich machte, samt technischem Halt am Schwedenplatz und dann über die Neustift- bzw. Koppstrasse zum Kinkplatz. Dort angekommen wurden wir – wie jedes Mal – nett empfangen, man hat ja auch einige sehr entspannte Plätze und inhalierten unser erstes Fussballbier. Die blaugelben 13er haben seit dieser Saison wieder eine kleine Fangruppe, die sehr engagiert und mit vielen Fahnen und Transparenten zur Sache gingen. Alte Bekannte wurden ebenfalls begrüsst, es ist halt eine Freude, dorthin zu kommen. Schnell noch die Fahnen aufgebaut und dann konnte es schon losgehen. Das Wetter war dementsprechend und so hatten wir einen ganz interessanten Nachmittag. Ein Mitfahrer sah alles in Gelb was uns furchtbar erheiterte und einige andere machten sich ans Verschönern der Umgebung also alles wie gehabt. Die Mannschaft bemühte sich, verschlief die erste Halbzeit leider etwas und konnte so wieder einmal keine Punkte aus Baumgarten mitnehmen. Zum Glück ist die Meisterschaft für uns schon insoferne erledigt, als dass wir nicht wie in den letzten Jahren bis zum Schluss zittern müssen und so hakten wir diese Partie recht schnell ab. Wobei – in den letzten dreissig Minuten hätten wir die Partie mit etwas Glück, die Stange verhinderte dies, noch ein Unentschieden herausholen können. So aber blieb es beim 2-1 für die Gastgeber, welches alles in allem auch dem tatsächlichen Spiel- und Chancenanteilen entsprach. Nach dem Spiel gab es noch allerlei zu besprechen, unsere beiden Gsiberger trafen noch einen Landsmann – Schick ! und einiges an Speisen und Getränken zu sich genommen. Danach ging es an die individuelle Rückfahrgestaltung. Da ich mich heute nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln herumschlagen wollte, wählte ich eine Mietdroschke, lud die Leutchen ein und dann ging es von den Höhen Baumgartens wieder auf den Fuss des Monte Laas, wo Wiens grösster Bahnhof stand. Etwas zum Essen gekauft, diesmal wars ein Hot Dog, einigen lustigen Amerikanern zugehört, die erzählten, „how difficult it is to find the railwaystation“ – sie waren wohlgemerkt von ihrem Hotel in der Nähe des Stephansplatzes hergefahren, bis hin zur den Fahrkartenautomaten, die mir meine Fahrkarte für die Reise in die Kronkolonie Burgenland verschafften. Einen Augenblick später war ich gut verstaut an Bord der Königlichen Kolonialbahn und bald in der Kolonie selber.