Donnerstag, 25. Mai 2017

Admira Technopool versus Favoritner AC: Der Nachtrag

Auswärtsspiel in Mordor ! Der Favoritner Athletik Club von 1910 musste über die ungeliebte Zonengrenze aka Donau um dort seine sportlichen Kräfte (fantechnisch sind wir sowieso unschlagbar) mit dem ehmaligen Club der Angestellten des Niederösterreichischen Landtages, Landhaus zu messen, die heute Admira (!!!) Technopool heissen. Ursprünglich auf einem anderen Platz situiert mussten sie vor vier Jahren die Plätze mit der Frauenmannschaft Union Landhaus tauschen, da diese ein professionelleres Umfeld wollten. Also spielen sie jetzt auf dem Alten Nord Wien Platz, der den Vorteil hatte, gleich neben der Straßenbahnstation zu liegen. Also trafen wir uns zunächst – man kam ja mit der Schnellbahn über das Wasser – am Bahnhof Floridsdorf, wo viele eigenartig gekleidete Menschen herumgingen (ach ja, es ist ja das Stammersdorfer Mailüfterl) und begaben uns zur Straßenbahnlinie um zum Platz zu fahren. Wie gesagt, der Platz liegt ja verkehrstechnisch günstiger als der alte. Wie es in Mordor aber so ist – das haben wir auch schon anderswo bemerkt – bedeutet das nicht, dass der Eingang leicht zu finden ist, nein, man muss zuerst um den halben Platz in ein kleines Gasserl gehen, ehe man Eintritt findet. Acht Euro ärmer betraten wir den Platz. Um einer lieben Freundin, die die Ehefrau unseres Lieblings Dozghar „Rojgar“ Kadir zu ihrer Niederkunft zu gratulieren, sprühten wir noch am Platz ein Transparent mit dem einfachen Titel NUR FAVAC“, womit wir eindeutig zweideutig unsere Gratulationswünsche anbrachten. Zu Spielbeginn hatten sich abgezählte 59 Zuseher exclusive Kantinenpersonal und Vereinsmitarbeitern eingefunden, wovon mehr als die Hälfte aus Favoriten stammten. Nicht toll aber immer noch mehr, als die meisten anderen Vereine dorthin bringen. Immerhin – seit dem letzten Mal gibt es am Platz immerhin schon Jägermeister, was angesichts des Spieles eine angenehme Überraschung war. Die Jungs vergaben Chancen im Dutzend, Stevo hielt einen umstrittenen Elfmeter, von dem ich nicht sagen kann, ob er einer war oder nicht (stand aber auch ein bisserl blöd) und erlösten uns nach 59 Minuten durch den Führungstreffer, Rakic war der umjubelte Torschütze. Wer danach dachte, es kämen noch mehr Tore irrte, wir schossen auf alles, was sich nicht bewegte, leider nur nicht aufs Tor direkt. Egal. Technopool wehrte sich mit allem was es hatte, vor allem die Nummer 20, Klemens „Coole Socke“ Messner bescherte uns einige graue Haare. Kurz und gut, nach 95 Minuten bei schönstem Wetter – dem Schiri gefiel es wohl am Platz – war der Dreier eingesackt und wir konnten verschnaufen. Die Spieler nahmen dann noch das Transparent und gemeinsam wurden nochmals Grüsse ins Hause Kadir geschickt. Ein Jägermeister konnte noch vernichtet werden und dann ging es wieder rund um den Platz zur Straßenbahnstation um schnellstmöglich Mordor zu verlassen. Mit der Schnellbahn wurde diese Übung erfolgreich erledigt und nach einer knappen Stunde waren alle wieder gut verstaut in Sankt Favoriten. Meinereiner ging dann noch etwas essen, dann auf den Bahnsteig um mit der Königlichen Bahn in die Kronkolonie Burgenland zu fahren. Super Nachmittag. NUR FAVAC !