Donnerstag, 16. Mai 2013

Ungarische Esel

Ungarn: Mann (65) von zwei Eseln zerfleischt

15.05.2013, 10:44
Ungarn: Mann (65) von zwei Eseln zerfleischt (Bild: EPA (Symbolbild))
Foto: EPA (Symbolbild)
Schrecklicher Vorfall auf einem Bauernhof in Westungarn: Zwei wild gewordene Esel haben vor Kurzem einen 65- jährigen Pensionisten bei der Einfahrt zu einem landwirtschaftlichen Gut von dessen Motorrad gerissen und zu Tode gebissen. Der Besitzer der Tiere entdeckte wenig später die übel zugerichtete Leiche seines Nachbarn, berichtete die ungarische Zeitung "Bors" am Mittwoch.
Auf den ersten Blick erscheinen die beiden Esel "Muki" und "Szamoca", die sich nach der tödlichen Attacke unter Quarantäne befinden, friedlich. Doch laut dem Zeitungsbericht sollen sie in der kleinen Ortschaft Magyarszecsöd einen Menschen zerfleischt haben. Der 65- jährige pensionierte Feuerwehrmann wurde von seinem Motorrad gerissen und rund 50 Meter weit gezerrt, bevor die beiden Tiere über ihn herfielen. Sie rissen die Kleidung vom Körper des Mannes und fügten ihm mehrere Bisswunden zu - eine seiner Hände wurde sogar komplett abgebissen.

Eselbesitzer: "Tor war ordnungsgemäß versperrt"

Laut "Bors" sagte der Eselbesitzer gegenüber der Polizei aus, dass er das Tor zu seinem Hof ordnungsgemäß abgeschlossen habe und er nicht wüsste, wie dieses geöffnet werden konnte. Zunächst ging man davon aus, dass die groß gewachsenen Hunde des Landwirts über den Nachbarn hergefallen seien. Doch Untersuchungen eines Tierarztes ergaben, dass Muki und Szamoca den 65- Jährigen getötet hatten.
Die beiden Esel, die - so wird vermutet - ihr Territorium gefährdet gesehen haben und deshalb in Rage geraten sein dürften, befinden sich derzeit unter veterinärmedizinischer Beobachtung.

Tochter des Opfers: "Esel wurden immer aggressiver"

Die Tochter des getöteten Pensionisten erklärte gegenüber "Bors", dass die Esel des Nachbarn in letzter Zeit immer aggressiver geworden seien. Sie habe ihren Vater daher wiederholt gebeten, dies der Polizei zu melden. "Aber er wollte dem Nachbarn keine Probleme bereiten", erinnerte sich die Frau, die auch Tage nach dem Unfall noch um Worte ringen musste.