Donnerstag, 22. August 2013

Schalke und der Pfefferspray

Während der Schalker Champions-League-Quali-Partie gegen PAOK Saloniki kam es zu wüsten Bildern aus dem königsblauen Fan-Block. Die Polizei stürmte die Kurve der Gelsenkirchener und bahnte sich ihren Weg scheinbar auch unter Einsatz von Tränengas. Der Grund: anscheinend hatten Schalker Fans eine mazedonische Flagge präsentiert und damit die griechischen Anhänger aus Saloniki provozieren wollen (Mazedonien und Griechenland haben ein angespanntes Verhältnis). Die Uefa ordnete daraufhin an, die Flagge aus dem Block entfernen zu lassen. Quelle: BILD Stellungnahme der Polizei Gelsenkirchen zum Einsatz beim Champions-League Spiel am 21.08.2013 zwischen dem FC Schalke 04 und PAOK Saloniki. Gelsenkirchen (ots) - Ein seit Mitte der ersten Spielhälfte im Nordbereich durch die Gelsenkirchener Ultras aufgehängtes Banner führte bei den griechischen Fans zu massiven Unmutsäußerungen. Durch den Inhalt und die Darstellung des Banners fühlten sich die griechischen Gäste als Volksgruppe erheblich beleidigt und verunglimpft. Nach Aussage eines der griechischen Polizeibeamten handelte es sich bei dem Inhalt des Banners um volksverhetzende Tatbestände. Auch er selbst fühlte sich erheblich beleidigt und gab an, dass besagtes Banner u. a. schon für die erheblichen Ausschreitungen während des Spiels Rapid Wien gegen PAOK Saloniki im Jahre 2012 mit verantwortlich war. Die mehr als 2000 griechischen Fans drohten mit Blockstürmen, Spielfeldsturm und Spielabbruch. In einem solchen Fall wäre Leib und Leben zahlreicher, auch unbeteiligter Zuschauer gefährdet worden. Auch die griechischen Vereinsverantwortlichen forderten umgehend eine Entfernung des Banners. Frühzeitig wurden die Einsatzkräfte von griechischen Fans massiv bedrängt, tätig zu werden und das Banner entfernen zu lassen. Ansonsten wurden die oben beschriebenen Verhaltensweisen angedroht. Eine deeskalierende Kommunikation durch die griechischen Polizeibeamten und Vereinsverantwortlichen war aufgrund der gesteigerten Emotionalität nicht mehr möglich. Ihnen wurde zugesichert, dass die Sicherheitsverantwortlichen des FC Schalke 04 dafür Sorge tragen, dass das Banner unverzüglich entfernt wird. Der Sicherheitsbeauftragte des Vereins Schalke 04 wurde aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um das Banner entfernen zu lassen. Mehrfache Versuche durch den Sicherheitsbeauftragten und den Fanbeauftragten des FC Schalke 04 führten nicht zum Erfolg. Die Ultras signalisierten dem Verein ultimativ, dieses Banner keinesfalls entfernen zu wollen! Um eine unmittelbar bevorstehende Eskalation der Situation zu verhindern und die Sicherheit auch unbeteiligter Personen weiterhin gewährleisten zu können, wurde nach vergeblichen Versuchen durch Vereinsseite der unverzichtbare Einsatz von Polizeikräften zur Entfernung des Banners im betroffenen Block N beschlossen. Bereits bei Erkennen des beabsichtigten polizeilichen Einsatzes vermummte sich ein Großteil der Gelsenkirchener Ultras und unmittelbar bei Betreten des Blocks durch die Einsatzkräfte kam es zu Angriffen in Form von Schlägen, Tritten, Stichen mit Fahnenstangen, Becherwürfen etc. Zur Sicherung des polizeilichen Einsatzes und insbesondere zum Schutz der eingesetzten Kräfte war ein massiver Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock notwendig. Das Banner wurde kurz vor Erreichen der Einsatzkräfte entfernt, weitergereicht und an anderer Stelle erneut gezeigt. Anschließend verschwand das Banner gänzlich und konnte nicht mehr sichergestellt werden. Nach Verschwinden des Banners entspannte sich die Situation bei den griechischen Fans schlagartig. Durch den Sanitätsdienst wurden ca. 30 Personen mit Augenspülungen versorgt. Mehrere Tatverdächtige wurden durch die Polizei zwischenzeitlich identifiziert. Eine Auswertung der vorhandenen Videoaufnahmen erfolgt noch. http://www.presseportal.de/polizeipress ... l-am-21-08

Dienstag, 20. August 2013

Hallygally in Dortmund

Liebe BVB-Fans,
aufgrund der Vorkommnisse rund um das letzte Heimspiel möchten wir die Sachlage etwas aufklären und unsere Sicht der Dinge darlegen:
Wir möchten zu Beginn direkt klarstellen, dass wir uns alle sehr auf dieses erste Heimspiel nach der Sommerpause gefreut haben. Leider ist es im Vorfeld des Spieles und während des Einlasses zu untragbaren Zuständen gekommen, die ein normales Heimspiel begleitet von einer stimmungsvollen Südtribüne verhindert haben.
“Wir werden den intensiven Dialog mit allen Netzwerkpartnern und den Fangruppierungen auch in dieser Saison fortsetzen und wollen auch damit einen wichtigen Beitrag für ein sicheres Fußballerlebnis leisten. [...] Wir differenzieren aber deutlich zwischen friedlichen Fans und Gewalttätern. Gegen Gewalttäter wird die Dortmunder Polizei konsequent einschreiten.” – Dieses Zitat stammt vom Dortmunder Polizeipräsidenten aus einer Stellungnahme zum Vorgehen der Polizei in der jetzt angefangenen Saison vom letzten Freitag, 16.08.2013.

Nur zwei Tage nach dieser scheinheiligen und in der Retrospektive höhnischen Ankündigung hatte sich die Polizei vorgenommen, etliche Besucher des vergangenen Heimspiels außerhalb des Stadions umfassend zu filzen und jegliches Material wie Fahnen und Spruchbänder pauschal zu überprüfen. Die drei Ultragruppen sollten hierzu auf dem Vorplatz des Stadions eingekesselt und erst wieder freigelassen werden, nachdem alle Materialien überprüft worden wären. Zusätzlich fanden an den Einlässen erhöhte Kontrollen statt, um auch alle übrigen Zuschauer überprüfen zu können. Viele Fans mussten sich an den Einlässen dieser Maßnahme beugen. Eine Begründung, hier unverhältnismäßig in den Aufgabenbereich des Ordnungsdienstes einzugreifen, gibt es nicht. Eine Begründung für die pauschale Kriminalisierung von Fans oder ganzer Gruppen ebenso nicht. Die angepriesene Dialogbereitschaft wurde nicht einmal gegenüber der BVB-Fanbetreuung und dem Fanprojekt gelebt, die vor und während der Maßnahmen vehement die Art und Weise der Überprüfung kritisiert haben.
Während sich THE UNITY am Mittag noch in der Stadt befand und die JUBOS ihrerseits im Fanprojekt zur Saisoneröffnung geladen hatten, bereiteten sich die DESPERADOS darauf vor, zusammen mit der Fanabteilung für das Franz-Jacobi-Filmprojekt Becher und Spenden zu sammeln. Hierbei wurden sie von der Polizei vor der Roten Erde aufgegriffen und dem o.g. unwürdigen Prozedere unterzogen. Die DESPERADOS wollten sich dieses Prozedere eigentlich ersparen, doch auch der Weg zurück in ihre Räumlichkeiten wurde ihnen verboten. Mittlerweile sickerte durch, dass es darum ging, mögliche Spruchbänder und Banner mit strafrechtlich relevantem Inhalt zu entdecken und zu konfiszieren. Einen konkreten Anlass oder Verdacht hat es für diese unverhältnismäßige Maßnahme nicht gegeben. Es wurde natürlich nichts gefunden oder gar konfisziert. Zudem sei angemerkt, dass Dietmar Hopp nicht der Mäzen von Eintracht Braunschweig ist und außerdem die angesprochene Abkürzung „ACAB“ in Nordrhein-Westfalen höchstrichterlich strafrechtlich nicht relevant ist. Vielmehr sollte augenscheinlich versucht werden, eine kritische Masse wiederholt einzuschüchtern und mundtot zu machen.
THE UNITY und die JUBOS wurden auf der Strobellallee vor die Wahl gestellt, eingehend gefilzt zu werden und alle Materialien von der Polizei kontrollieren zu lassen – oder das Stadion nicht betreten zu dürfen. Somit entschieden sich die beiden Gruppen vorerst den Rückweg anzutreten und später in kleinen Gruppen ohne jegliches Material das Westfalenstadion zu betreten. Die Aussage der Polizei, nur die DESPERADOS hätten sich der Überprüfung unterziehen müssen, ist falsch. Mehrere Fanclubs mussten sich derselben Prozedur unterziehen. Die Argumentation “Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten” ist hierbei die Rechtfertigung der Narren und klingt vor den aktuell laufenden Abhör- und Datensammlungsskandalen wie blanker Hohn.
Hier drängt sich die Frage auf, ob Grundrechte auch für Fußballfans gelten. Wenn man sich jetzt vor Augen führt, dass der Gegner am Sonntag Braunschweig hieß, will man sich gar nicht erst ausmalen, welche Maßnahmen die Polizei bei womöglich brisanteren Spielen ergreifen wird. Die Polizei hat es aber bereits beim ersten Heimspiel geschafft, das ohnehin sehr angespannte Verhältnis zwischen Fans und Polizei vollends zu zerstören. Und wofür? Angeblich (!) wurde eine Sturmhaube konfisziert.
Wir sehen uns in der Verantwortung Motor der Südtribüne zu sein, aber in der gestrigen Situation war ein gleichgültiges ”weiter so” einfach nicht mehr möglich. Vielmehr war der Support-Verzicht das einzige Mittel, um auf diese skandalösen Missstände öffentlich aufmerksam zu machen. Die Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen, schließlich traf dieser Protest den BVB und die Mannschaft. Dennoch entschieden wir uns für einen Protest, der auch eine größere Außenwirkung hat als Spruchbänder. Wie auch die Proteste gegen hohe Eintrittspreise so ist ein Protest gegen den übertriebenen Sicherheits- und Kontrollwahn für uns ein sehr wichtiges Thema.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird. Wir fordern die Polizei auf, dem stetig wachsenden Kontrollwahn einen Riegel vorzuschieben und verhältnismäßig zu agieren. Wir hoffen beim Heimspiel gegen Bremen auf ein Flutlichtspiel ohne Schikanen und wollen gerne das nachholen, was wir gegen Braunschweig leider nicht erfüllen konnten: Das Westfalenstadion zum Beben zu bringen!
 
THE UNITY 2001
DESPERADOS DORTMUND 1999
JUBOS DORTMUND

Sonntag, 18. August 2013

Weitere FEDAYN Bilder aus dem Ausland

 
Rionero:


 
Roma:

 
Scafati:




TWL-FAVAC Der Bericht

Endlich wieder Fussball, endlich wieder FAVAC ! Nach langen zwei Monaten Pause (warum eigentlich ?) ging es in der Wiener Stadtliga gleich auf den Raxplatz zum ehemaligen SC Gaswerk/Strassenbahn, dem seit 2005 als Team Wiener Linien firmierenden Verein. Also gleich ein Wiener Bezirksderby. Deswegen fuhr man über Stock und Stein, überquerte zwei Landesgrenzen um endlich im einzig wahren Wiener Bezirk aufzutauchen. So gegen 16 Uhr war ich dort – früher als die Kassa offen hatte – und kam kostenneutral hinein. Dafür zog mich der Grillstand mit Pleskavica sofort magisch an, natürlich auch das Bier – Mjam. Begann schon mal gut der Tag. Nach und nach trudelten fast alle bekannten Gesichter ein bzw. waren schon anwesend und man plauderte ein bisserle und erzählte sich all die (un)wichtigen Dinge, die seit dem letzten Pflichtspiel so alles passiert sind. In der Zwischenzeit machten sich die TWL-Cheerleaderinnen für ihren Auftritt bereit – hmja nette Idee obwohl ich da eher konservativ eingestellt bin und diese Amiberieselung beim Fussball nicht brauche. Was jetzt aber nichts gegen die Cheerleaderinnen als solches heisst die sehr begabt waren wie sich herausstellte. Vor Spielbeginn – alles in ziemlich freundschaftlicher Atmosphäre – gab es noch die Ehrung für den Gewinn des TOTO Cups (Gratulation nochmals an dieser Stelle) ehe die Partie unter Schiedsrichter Ruiss (ja genau der) angepfiffen wurde. Vor rund 450 Zusehern präsentierte sich der FAVAC unsicher, eine total neue Mannschaft konnte noch nicht in Tritt kommen, die Jungen waren nicht schlecht aber sehr nervös und es lief nichts zusammen. TWL war kompakt und so war der 3-1 Sieg in dieser Höhe auch mehr als verdient und hätte noch höher ausfallen könne, obwohl auch der FAVAC seine Chancen hatte. Leider schenkten wir dem Gegner zwei billige Tore, wo die Verteidigung nicht wirklich im Bilde war – das muss ausgemerzt werden. Während der ersten Halbzeit zeigten die Cheerleaderinnen übrigens ihre gar nicht so üble Kunst (leider für wenige Leute, da man wegen Fussball gekommen ist) und zogen dann kurz vor der Halbzeit ab, ihr Job war bei dieser Hitze kein leichter. Einen ebenso schweren Job hatte der Linienrichter der gegen die Sonne schauend so gut wie kein Abseits erkannte (für beide Seiten gleich viele) und so für einige Heiterkeit sorgte. Auch auf Zuruf war er nicht besser, weil taub. Armer Mann: blind und taub zu sein ist für diesen Beruf etwas hinderlich. Fehlt nur noch, dass er noch hinkt. Na ja. Soll sein. Wir sind heute noch grosszügig. Ja nach dem Spiel setzten wir uns noch ein wenig zusammen genossen Speis und Trank und plauderten ein wenig. Ein herzlicher Gruss geht an Nick vom Würzburger FV, immer wieder eine Freude dich in Wien zu begrüssen und den anderen Herrschaften die sich den Nachmittag mit uns um die Ohren geschlagen haben. Kurz bevor es heimwärtsging – via Jade – erfuhr ich noch das Ergebnis aus Ungarn: Soproni VSE erreichte zum Saisonauftakt ein 1-1 bei Kisvarda (liegt in der Nähe von Nyiregyhaza), Purbach mit Rojgar Kadir verlor daheim gegen Sankt Georgen mit 0-1. Ansonsten alles nett und entspannt. Nächste Woche gibt es am Samstag Soproni VSE gegen Szigetszentmiklos und am Sonntag dann FAVAC gegen den FC Stadlau ! Auf geht’s Burschen !
 

XX Jahre FEDAYN: Team Wiener Linien vs. FAVAC















Samstag, 17. August 2013

ULTRA !

Bayer Leverkusen 1 - Viagogo 0

06.08.2013 | Leverkusen
Bayer 04 erwirkt einstweilige Verfügung gegen viagogo
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Bayer 04 Leverkusen hat beim Landgericht München I eine einstweilige Verfügung gegen die Ticketbörse der viagogo AG erwirkt. Damit wird es viagogo gerichtlich untersagt, Tickets für Fußballspiele von Bayer 04 Leverkusen über die Online-Ticketbörse viagogo anzubieten, bevor für diese Spiele bei Bayer 04 Leverkusen oder von Bayer 04 autorisierten Dritten Tageskarten zum Verkauf angeboten werden.

Ferner darf viagogo keine Angaben, Hinweise oder sonstige Aussagen vornehmen oder aufrecht erhalten, die geeignet sind, den Eindruck zu erwecken, zwischen der viagogo AG und Bayer 04 bestünde ein Vertrags- oder sonstiges Kooperationsverhältnis (z.B. aufgrund eines Sponsoringvertrages etc.). 

Nach Ansicht des Gerichts hatte viagogo im streitigen Fall u.a. mit Aussagen wie „viagogo ist offizieller Ticketbörse-Partner…“ oder „Wir sind offizieller Partner“ im Zusammenhang mit Bayer 04 Leverkusen den falschen Eindruck einer vertraglichen Verbindung mit Bayer 04 Leverkusen erweckt. 

Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser zeigt sich zufrieden: „Wir haben uns im Sinne unserer Fans entschieden, den blühenden Schwarzmarkt für Fußballtickets auf viagogo nicht länger zu dulden und hiergegen auch juristisch vorzugehen. Wenn im Internet nun lange bevor wir selbst Tickets verkaufen, bereits für fast die ganze Saison vermeintlich Tickets angeboten werden – und dies zu deutlich überteuerten Preisen – hat dies das Fass zum Überlaufen gebracht. Auch haben wir uns bereits im letzten Jahr trotz lukrativer Angebote bewusst gegen eine Zusammenarbeit mit viagogo entschieden. Wenn viagogo dennoch auf dem Rücken von Bayer 04 Leverkusen und seiner Fans Geschäfte machen will, müssen wir uns hiergegen zur Wehr setzen.“

Donnerstag, 15. August 2013

Noch ein verhinderter Spassvogel


Da hat wohl wer Dauerkarneval ?

Mit teils drakonischen Geldforderungen nimmt der 1. FC Köln sogenannte Fans in Regress, die sich an Ausschreitungen und verbotenen Handlungen bei Erst- und Zweitligaspielen beteiligt haben. Wie der Verein gestern mitteilte, stellt man aktuell gegen sieben Personen Ersatzanspruchsleistungen in einer Gesamthöhe von rund 180 000 Euro. Fünf von ihnen hatten nach dem letzten Bundesligaspiel des FC am 5. Mai 2012 gegen den FC Bayern den Platz gestürmt, zwei andere hatten beim Zweitligaspiel Ende April in Duisburg Beihilfe zum Abbrennen von Pyrotechnik geleistet.

Das Quintett wird nun vom 1. FC Köln für einen Teil des dem Verein entstandenen Schadens zivilrechtlich in Regress genommen. Von jedem der Fünf verlangt der Zweitligist eine Zahlung von 35 000 Euro.

Von den vermummten Chaoten, die damals durch das Zünden sogenannter Rauchtöpfe einen Großteil des Stadions am Spielende in schwarzen Qualm gehüllt hatten, konnte bis heute keiner überführt werden.

Den am 5. Mai 2012 entstandenen Gesamtschaden bezifferte der Verein auf rund 400 000 Euro. Neben einer Geldstrafe seitens des Deutschen Fußball-Bundes in Höhe von 40 000 Euro wurde das Zuschauerkontingent für das folgende erste Saisonspiel mit 22 500 Besuchern auf die Hälfte reduziert.

Von den beiden beim Spiel in Duisburg auffällig gewordenen FC-Anhängern fordert der Verein die Zahlung eines jeweils niedrigen vierstelligen Euro-Betrags.

In der Vergangenheit hatte es bei den Kölnern bereits zwei Mal Regressforderungen gegeben. Ein Student, der bei einem FC-Gastspiel beim Hamburger SV mit dem Wurf eines Trommelstocks dem HSV-Profi Alexander Laas eine klaffende Platzwunde an der Stirn zugefügt hatte, musste 7500 Euro in Raten abstottern. Zwei Chaoten, die beim Spiel auf Schalke mit Urin gefüllte Bierbecher auf Zuschauer geworfen hatten, zahlten jeweils 3333 Euro.

"Wir haben immer gesagt, dass wir den Dialog mit unseren Fans suchen, damit es nicht mehr zu solchen Vorkommnissen kommt. Wenn dem Verein aber materieller Schaden zugefügt wird, schöpfen wir alle Möglichkeiten aus, um Regressforderungen zu stellen", sagte der FC-Fanbeauftragte Rainer Mendel.

http://www.rundschau-online.de/1--fc-ko ... 17970.html