Sonntag, 3. September 2017

Favoritner AC versus Mannswörth: der Bericht

 
Zweites Heimspiel, erster Tag der U-Bahnlinie nach Oberlaa und die Schlauchbootfahrer aus Mannswörth zu Gast. Eigentlich eine perfekte Mischung für einen tollen Sieg. Wie immer gings mit der Kolonialbahn in den Freistaat Favoriten und von dort mittels der erweiterten U-Bahnlinie 1 nach Oberlaa. Etwas wehmütig ist einem schon wenn man daran denkt, dass die seit 1914 verkehrende Straßenbahnlinie (1)67 nun nicht mehr ist, andererseits ist man noch schneller beim FAVAC. Positiv. Dementsprechend entspannt ging man den Tag an, verklebte einige Spielplakate in den entsprechenden Stationen (von denen nur zwei mit Rolltreppen ausgestattet sind) und gab sich das Rahmenprogramm. Einmal wurde der Haribo-Bär gesichtet, einmal waren es komische blau gewandete Menschen (nein keine Polizisten und keine Hackler im Blaumann), dazwischen blitzte etwas in Rosa hervor – kurz man bekam einiges geboten. Sogar den Haribobären durften wir persönlich kennenlernen, leider heisst er nicht Thomas. Aber auch am Platz war einiges los. Die Crew traf sich schon relativ zeitig um einiges zu bemurmeln und die Flüssigkeitshaushalte zu balancieren, ehe das Spiel begann. Beim Einlaufen der Mannschaften erlebten wir eine Überraschung: bei den Gästen stand der Zitronenmann im Tor, drei Zwetschkenmänner spielten Schiri und die restlichen Mannswörther waren ein Sack voll Orangen. Super. Wir spielen gegen einen Obstsalat. Bei diesen vielen Früchtchen taten wir uns anfangs schwer, ein guter Schlussmann Stevo hielt uns mehrmals im Spiel, ehe das Imperium zuschlug: 1-0 nach 25 Minuten, 2-0 nach vierzig Spielminuten. Der versammelte Obstkorb war restlos bedient und konnte nur noch mit dem Schlusspfiff einmal gefährlich werden. Die Pause wurde noch einmal dazu genutzt, Flüssigkeiten zu ersetzen (einmal Cola-Weiss und ein Bier, nein zwei, nein drei.....gebracht wurde eines) und Spass zu machen ehe die zweite Halbzeit mit dem Fruchtsalat weitergingen. Der Zitronenmann spielte jetzt auf unserer Seite und wurde über die zwei Tore die er bekommen hat hinweggetröstet, dies so gut, dass er dann auch nicht zu weinen begann, obwohl er glaub ich ein bisserl sauer war und sich seine Laune nach einer super Einzelaktion von Bumba an der Toroutlinie, aus der heraus mittels Stanglpass das 3-0 entstand nicht besserte. Dafür war der links von uns stehende Zwetschkenmann an der Linie vollkommen tiefenentspannt, reagierte nicht einmal, als man ihn anschrie und machte eigentlich alles richtig, was die Pflaume in der Mitte nicht so konnte. Trotzdem – der Favoritner AC liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und schoss noch ein viertes Tor, um den Zitronenmann so richtig sauer zu machen. Mit einer satten Packung schickten wir die Mannswörther wieder hinter die Raffinerie und durften einen tollen Saisonsieg verbuchen. Einen kleinen Gruß wollen wir noch den vier Grazien vom anderen Ufer der Donau nachschicken die sich gar zu sehr geärgert haben. Es ist ja nur ein Spiel. Unser Trommelmann war heute auch wieder im Einsatz und so konnten wir nach dem Spiel noch einige lustige Stunden verbringen, ehe für mich die Kolonialbahn in Richtung Kronkolonie rief. Am Bahnhof angekommen durfte ich bemerken, dass offenbar noch immer Reisezeit ist, sah allerhand Menschen aus den verschiedenen Winkeln Europas die bunt und munter herumliefen. Letztendlich gings dann an der Schleinzerlinie entlang wieder in das Häuschen.