Sonntag, 13. August 2023

Kurdische Vereine im Irak (Update: 14.8.2023)

 Für einen geneigten Favoritner Fussballfan, der in geordneten Bahnen seiner Leidenschaft nachgeht, ist es schwierig, sich in die Situation im Nahen Osten richtig hineinzuversetzen. Allzu gefiltert sind die hierorts zugänglichen Informationen über diese Weltgegend, welche seit mehr als einem Jahrhundert politisch unruhig ist, das auch zu einem Großteil auf die Kappe der Europäer geht, die nach dem Ersten Weltkrieg mit dem Lineal willkürliche Grenzen über die Gebiete des ehemaligen osmanischen Reiches gezogen haben. Vor allem die Herren Sykes und Picot haben sich damit zweifelhaft-unsterblichen Ruhm erworben, sind doch viele Konflikte in dieser Region die Folge ihres „Linealziehens“ von Grenzen. Wenn man sich einen Atlas – ja so etwas gibt es noch in Papierform – ansieht, weiß man Bescheid. Das beginnt bei den Grenzziehungen, setzt sich über die politischen Gegebenheiten fort und endet dort, wo Volksgruppen über mehrere Länder verteilt worden sind. Dabei ist das von Präsident Wilson geforderte Selbstbestimmungsrecht der Völker elegant ignoriert worden. Das galt nur für Europa. Andernorts – wie im arabischen Raum – kam es nicht zur Anwendung.

Zu den kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen des letzten bzw. laufenden Jahrhunderts will ich mich mangels echter Fachkenntnisse nicht weiter äußern, mir geht es um die Leidenschaft Fussball. Dieser hat sich – mit einigen Ausnahmen – nach dem Ersten Weltkrieg richtig etabliert, ebenfalls eine Folge des Kolonialismus der Europäer, die das Spiel mitbrachten.

In diesem Beitrag will ich mich mit dem kurdischen Fussball beschäftigen, da unser Trainer aus Erbil kommt. Er wird laufend ergänzt bzw. Ungenauigkeiten korrigiert:

Sulaymani Peshmarga SC, gegründet 1999 ist ein relativ junger Verein aus dem kurdischen Irak, welcher seit seinem Aufstieg 2010 in der Irakischen Premier League spielt. Dieser Verein ist allerdings wenig erfolgreich und spielt meist gegen den Abstieg. Die größte Rivalität im Fussball verbindet sie mit den Fans des Sulaymaniya SC. Club: Peshmarga (goalzz.com)

Ein namensähnlicher Verein ist Sulaymaniya SC, gegründet 1956, der in der zweiten bzw. dritten irakischen Liga spielt. Nichtsdestotrotz gehört er zu den ältesten Vereinen im Land. Die Vereinsfarben sind Rot-Weiß. Leider finden sich keine näheren Informationen zu diesem Verein, da die clubeigene Homepage stillgelegt wurde. Außerdem ist mein Kurdisch nicht vorhanden. Das Einzige, das ich herausfinden konnte ist, dass der Verein ein neues Stadion plant: Nawroz Sport Club to build new stadium in Sulaymaniyah  - AIPS Media




Ein weiterer kurdisch-irakischer Verein ist Zakho SC, gegründet 1987. Seine Wurzeln reichen aber – glaubt man den Berichten – bis in die 1920er Jahre zurück, wo überall wilde Fussballspiele ausgetragen wurden. 1948 formierte sich dann ein Fussballteam in der Stadt, welches vor allem von jungen Arbeitern getragen wurde. Der heutige Zakho SC ist vermutlich aus diesem Verein entstanden, da sich die Spieler aus den Akteuren des Zakho Jugendsportzentrums rekrutierten. Nach dem Gewinn der lokalen Meisterschaften spielt der Verein heute in der Irakischen Premier League. Letzte Saison wurde er 14. (von 20 Mannschaften). 2015 erhielt der Verein ein neues Stadion. 25.000 Zuseher finden dort Platz. Die grössten sportlichen Rivalen sind die Mannschaften von Duhok SC. Das Derby wird das „Bahdinian Derby“ genannt. Ein anderes Derby, das „Kurdische Derby“ wird zwischen Zakho SC und dem Erbil SC ausgetragen.




Damit kommen wir gleich zum Duhok SC, welcher am 14. Dezember 1970 von Jugendlichen aus Duhok gegründet wurde. Auch er spielt in der Irakischen Premier League, allerdings seit 2016 als Fahrstuhlmannschaft. Schon seit Anbeginn ist der Verein darauf bedacht, die kurdische Identität herauszustreichen, was dazu führte, dass er Mitte der 1970er Jahre den Spielbetrieb im Ligasystem vorübergehend stilllegte. 1976 wurde er aber wieder in die dritte Leistungsstufe eingereiht, von der sein Aufstieg bis in die höchste Spielklasse erfolgte. 2010 schliesslich wurde er der zweite kurdisch-irakische Verein (nach Erbil), der die Meisterschaft gewinnen konnte. Neben Erbil ist der Duhok SC der grösste kurdisch-irakische Verein und die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften wird das „Kurdische Derby“, auch bekannt unter „Nordirakisches Derby“ genannt. Der Spitzname ist „Gebirgsfalken“. Duhok SC - Wikipedia



 Ein weiterer, jüngerer Verein ist Newroz SC. Er wurde 1994 in Sulaymaniya gegründet und spielt gegenwärtig ebenfalls seit 2020 in der Irakischen Premier League. Über ihn habe ich wenig gefunden. Interessant ist nur, dass 2021 der Grundstein für ein eigenes, 15.000 Zuseher fassendes Stadion gelegt wurde. Ob es fertiggestellt wurde, kann ich nicht sagen.




Eine interessante Fussnote gibt es noch: In Stockholm gibt es einen ähnlich benannten Verein namens Newroz FC.

Einen Verein, über den ich wenig mehr als seinen Namen herausfinden konnte ist der Baban SC, gegründet 2019 in Sulaymaniya. Er nimmt an der kurdischen Meisterschaft teil, obwohl man davon ausgehen kann, dass er kein irakisch-kurdischer Verein ist. Sicher kann ich das aber nicht sagen, da ich keine weiterführende Information finden konnte. Nicht einmal ein Klubwappen ist verfügbar. Die Vereinsfarben dürften Blau-Weiss sein.

Ein weiterer Verein, von dem ich nicht genau weiß, welcher Volksgruppe er zuzurechnen ist, ist Khanaqin SC, gegründet 1975. Er nimmt an der Kurdischen Meisterschaft teil.



Ebenfalls ziemlich dürftig sind die Informationen über den Khak SC, ein 1992 mit den Vereinsfarben Grün-Weiss gegründeter kurdisch-irakischer Fussballverein aus Kirkuk. Er spielt sowohl in der Kurdischen Meisterschaft als auch der gesamtirakischen Meisterschaft (Division 3) mit. Immerhin hat der Verein eine eigene Facebookseite  Facebook 


Das Gleiche gilt für den Ararat SC, welcher 1996 in Erbil gegründet wurde und sowohl in der kurdischen als auch irakischen Meisterschaft mitspielt. Derzeit spielt er in der Irakischen Division 2. Ararat SC - Wikipedia



Dieser Text wurde überarbeitet:

Der Erbil SC wurde im Jahr der irakischen Unabhängigkeit, nämlich am 3. November 1958 unter dem Namen „Brusk“ gegründet, 1968 in Erbil SC umbenannt und ist der erste Verein außerhalb Bagdads, der mehr als einen gesamtirakischen Meistertitel erringen konnte. Er ist auch der erste irakische Verein, der ausländische Spieler verpflichtete. Mit 4 nationalen Titeln ist er in den 2000er Jahren erfolgreich gewesen und erhielt damals den Spitznamen „Gelbe Festung“. Ein anderer Name ist "Yaney Hewlêr", der kurdische Name von Erbil. Er ist der Verein der Irakisch-Kurdischen Volksgruppe und konnte sich in dieser Eigenschaft, quasi als Aushängeschild sowohl für die AFC Champions League als auch für den AFC Cup qualifizieren. Bei Letzterer erreichte man 2011 sogar das Halbfinale. Die Heimstätte des Vereins ist das 40.000 Zuseher fassende Franso-Hariri-Stadion.

Benannt ist es nach dem assyrischen Politiker Franso Hariri, welcher eine herausragende Persönlichkeit in der kurdischen KDP war. 2001 wurde er von Mitgliedern der kurdisch-islamischen Ansar-al-Islam Bewegung ermordet. Diese „Helfer des Islam“ hatten gute Kontakte zur Al Kaida und waren für einige Selbstmordattentate verantwortlich. Mit der US-Intervention verschwand die Gruppe im Untergrund.

Zurück zum Verein: 2016 folgte der Abstieg in die zweite Liga, nachdem sie sich aus dem laufenden Spielbetrieb zurückgezogen haben. Eine Saison später gelang allerdings wieder der Aufstieg in die Premier League, in der man aktuell beheimatet ist. Die Saison 2022-23 beendete man als Sechster. Die Vereinsfarben sind Gelb-Weiß. 


Ein weiterer Verein ist der 1984 gegründete Brayati SC (Bruderschaft) aus Erbil, kurdischer Spitzname „Yaney Bryati“, welcher in der irakischen Division Eins zuhause ist. Sein Klublogo enthält die historische Zitadelle und den Turm von Mudhafaria. Er gewann 2020-21 die Kurdische Premier League. Er betreibt neben Fussball noch andere Sportarten. Facebook





Ebenfalls in Erbil ansässig ist der 1994 gegründete Aso SC, über den es leider kaum Informationen im Netz gibt. Er spielt sowohl in der irakischen Division Drei als auch in der kurdischen Premier League.

Ein weiterer Verein aus Erbil ist der Handren SC, welcher 2003 gegründet wurde und damit zu den jüngeren Vereinen im kurdisch-irakischen Fussball gehört. Er spielt in der irakischen Division Zwei und der kurdischen Premier League. Auf der Facebookseite gibt es übrigens einige interessante Fotos aus alten Zeiten. Facebook



Der Naft-Al-Shamal FC ist ein in Kirkuk beheimateter Verein, der in der irakischen Division Drei und der kurdischen Premier League spielt. Der Ursprungsverein wurde 1948 gegründet, änderte aber mehrfach den Namen und wurde 1977 unter dem derzeitigen Namen, der soviel wie Nördliche Ölgesellschaft bedeutet, wiedergegründet. Seit einige Jahren hat Naft-Al-Shamal ein recht erfolgreiches Frauenteam, welche 2020-21 die Liga gewinnen konnte. 


In Sulaymaniya ist der New Sirwan SC beheimatet, welcher 1970 gegründet wurden. Sein Name bedeutet auf Kurdisch so etwas wie „Brüllende See“. Sie spielen in der kurdischen Premier League.

Ein weiterer Verein, der eine bunte Vergangenheit hat, ist der in Duhok beheimatete, 1996 gegründete Peris SC. Bis 2010 spielte er in der kurdischen Premier League, musste dann aber seinen Rückzug bekanntgeben. Die Spieler des Vereines gründeten kurzerhand im Jahr 2011 einen neuen Verein und nannten sich Zeravani SC. Der neue Verein gewann 2013 die kurdische Meisterschaft, seine Frauenmannschaft gewann die irakische Meisterschaft 2016.



Der Simele SC ist ein in Dohuk ansässiger, 1991 gegründeter Verein, der derzeit in der irakischen Division Zwei und der kurdischen Premier League spielt. Er hat auch vier Teilnahmen am irakischen FA Cup zu verzeichnen. Näheres konnte ich nicht herausfinden, die Klubfarben sind Rot und Weiß. Interessantes Detail: 2012-13 war mit Marian Mihail ein ehemaliger rumänische Nationalspieler, Nachwuchstrainer und Teammanager beim Simele SC tätig. Nach einer Verpflichtung als Technischer Direktor des rumänischen Nationalteams war er 2016 beim kurdischen Verein Zakho tätig. Derzeit ist er beim indonesischen Verein PSS Sleman.  Facebook






To be continued.....

Der Fussball im Irak

 Weil wir ja einen Trainer haben, der schon einmal irakischer Meister geworden ist, habe ich mich entschlossen, ein wenig (rudimentäre) Informationen über den irakischen Fussball zu sammeln. Natürlich wird das sehr laienhaft sein, da ich mich auf die im Netz und auf in etwaigen Sportseiten vorhandenen Informationen stützen muss, für den Anfang denke ich aber wird das reichen. Hoffe ich zumindest. Gleich vorweg: Alle Ungenauigkeiten, auch bei der Namensnennung gehen auf mich und mögen gerne korrigiert werden.

Der Irak zählt heute – nach den Kriegen gegen den Iran, dem Kuwaitkonflikt, der Invasion durch die Amerikaner sowie den Kriegen rund um den Islamischen Staat – 43 Millionen Bewohner. Entstanden ist der heutige Irak nach dem Ersten Weltkrieg, genauer 1920 aus den ehemaligen osmanischen Provinzen Mossul, Bagdad und Basra (von Nord nach Süd gesehen). Bis zum Ersten Weltkrieg war die Gegend des heutigen Iraks Teil des Osmanischen Reiches, genauer seit 1534. Im Ersten Weltkrieg eroberten die Briten weite Teile des heutigen Iraks und gründeten eben 1920 das Königreich Irak. Dieses hatte bis 1958 Bestand. Vor allem die Briten hatten großes Interesse an der Gegend, ist sie doch reich an Erdölvorkommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird es wieder – eine Folge der Mandatspolitik der Briten, verbunden mit den Unabhängigkeitsbestrebungen der arabischen Völker – undurchsichtig. Das Königreich Irak, dessen Mandatsgeber Großbritannien war, nahm am Krieg gegen Israel 1948 teil, wurde aber – wie die anderen arabischen Armeen, besiegt. 1958 schließlich kam es zum Putsch gegen das Königshaus, am 15. Juli 1948 wurde die Republik Irak ausgerufen und der Monarch ermordet. Nach dem Abzug der letzten britischen Truppen am 24. März 1959 war der Irak tatsächlich unabhängig. Einhergehend bekamen die Frauen das Wahlrecht. Es war eine politisch unruhige Zeit, die das Land prägte. 1963 putschte die Baaht Partei (eine kleine Splittergruppe) gegen den amtierenden Regierungschef und kam an die Macht. Mit der Baaht Partei ist der Name Saddam Hussein untrennbar verbunden. Er selber kam nach dem Rücktritt Al Bakrs am 16. Juli 1979 an die Macht. Was dann folgte, wissen wir: Krieg gegen den Iran, Krieg gegen Kuweit, schlußendlich sein Untergang (in einem Erdloch). Der Rest ist bis heute ein chaotisches Land, von Gewalt und Revolution erschüttert.

Das ist der ungefähre Rahmen, in dem sich der irakische Fussball bewegt.

Der älteste irakische Fussballverein ist der am 4. Juli 1931 als „Gypsie Moth“ gegründete al-Quwa al-Dschawiya FC, heute der Verein der Luftwaffe. Er ist auch gleichzeitig einer der erfolgreichsten irakischen Vereine, gewann 6 Mal die irakische Fussballmeisterschaft, 7 Mal den irakischen Cup und konnte im AFC Cup dreimal gewinnen. Die Vereinsfarben sind Blau-Weiß.



Dazu muss man wissen, dass die gesamtirakische Meisterschaft erst 1974 eingeführt wurde, davor gab es regionale Meisterschaften, 1962 bis 1974 galten die Bagdader Meister als irakische Meister. Der irakische Cup ist ein wenig älter (gegründet 1956/57), wird heute aber nicht mehr ausgespielt. Das erste Meisterschaftspiel fand am 4. Oktober 1974 zwischen al-Tayaran und al-Sinaa statt und endete mit 1-1 unentschieden.

In den 2000er Jahren gab es – bedingt durch die Kriegshandlungen – immer wieder Änderungen im System, heute spielt man wieder eingleisig, die Liga umfasst 20 Mannschaften.

Betrachten wir ein bischen die einzelnen Vereine: den ältesten Verein habe ich oben schon genannt, nun will ich mich mit dem Heimatverein unseres Trainers ein wenig genauer, soweit das weltweite Netz es hergibt, beschäftigen (weil er mich auch am meisten interessiert um es gleich zu schreiben):

Der Erbil SC wurde im zehnten Jahr der Unabhängigkeit, nämlich am 3. November 1968 unter dem Namen „Brusk“ gegründet und ist der erste Verein ausserhalb Bagdads, der mehr als einen Meistertitel erringen konnte. Er ist auch der erste irakische Verein, der ausländische Spieler verpflichtete. Mit 4 nationalen Titeln ist er in den 2000er Jahren erfolgreich gewesen und erhielt damals den Spitznamen „Gelbe Festung“. Ein anderer Name ist "Yaney Hewlêr", der kurdische Name von Erbil. Er ist der Verein der Irakisch-Kurdischen Volksgruppe und konnte sich in dieser Eigenschaft, quasi als Aushängeschild sowohl für die AFC Champions League als auch für den AFC Cup qualifizieren.. Bei Letzterem erreichte man 2011 sogar das Halbfinale. Die Heimstätte des Vereins ist das 40.000 Zuseher fassende Franso-Hariri-Stadion.








Benannt ist es nach dem assyrischen Politiker Franso Hariri, welcher eine herausragende Persönlichkeit in der kurdischen KDP war. 2001 wurde er von Mitgliedern der kurdisch-islamischen Ansar-al-Islam Bewegung ermordet. Diese „Helfer des Islam“ hatten gute Kontakte zur Al Kaida und waren für einige Selbstmordattentate verantwortlich. Mit der US-Intervention verschwand die Gruppe im Untergrund.

Zurück zum Verein: 2016 folgte der Abstieg in die zweite Liga, nachdem sie sich aus dem laufenden Spielbetrieb zurückgezogen haben. Eine Saison später gelang allerdings wieder der Aufstieg in die Premier League, in der man aktuell beheimatet ist. Die Saison 2022-23 beendete man als Sechster. Die Vereinsfarben sind Gelb-Weiß. Ein paar Bilder des Vereines findet man hier: Erbil sc (kurdistan24.net) Erbil International Stadium Tour - Kurdistan Region Iraq - Only By Land Erbil Sport Club (erbilsc.com)

Ich denke, ich werde weiterführend einige gesammelte Informationen über den kurdischen Fussball und dessen Vereine in einem anderen Text verschriftlichen.

Der nächste Verein, den ich kurz vorstellen will, ist der erfolgreichste, nämlich der als al-Muwasalat am 29. Juni 1969 gegründete Verein al-Zawraa SC (Bagdad). Mit 12 Meisterschaften und 14 Cupsiegen ist er der mit Abstand erfolgreichste Verein im Land. Seine Clubfarben sind Blau-Weiß.



Ebenfalls 1969 wurde der Verein al-Talaba SC unter dem Namen al-Jameaa mit den Vereinsfarben Schwarz-Blau gegründet. Mit 5 Meisterschaften und 2 Cupsiegen ist er der dritterfolgreichste Verein aus Bagdad. Leider gibt das Netz nur sehr wenig über die Geschichte her (wie bei allen anderen Vereinen auch), deshalb belasse ich es bei der Kurzvorstellung.



Der nächste Verein, ebenfalls aus Bagdad ist al-Shorta FC, dessen Wurzeln in das Jahr 1932 zurückgehen. Er gilt als Polizeiverein und ist der grösste All-Round-Verein des Iraks. Offiziell firmiert er seit 1960 unter dem heutigen Namen, davor hieß er schlicht Montakhab al-Shorta also Polizeisportverein. Mit 5 Meistertiteln (9 wenn man die Urmeisterschaft dazuzählt). Durch die späte Zusammenlegung der lokalen Polizeisportvereine konnte ich keinen Beleg finden, dass al-Shorta den Cup gewonnen hätte. 1983 wurde der Verein überdies kurzzeitig in Qiwa al-Amn al-Dakhili (Innere Sicherheit) umbenannt.



Jau und das ist es auch schon mit der Kurzvorstellung, da ich über die meisten anderen Vereine nur sehr wenig bis gar keine gesicherten Informationen bekommen konnte, die einzelnen Seiten widersprechen sich da eklatant. Daher lasse ich es lieber. Ich führe nur einige Links an, damit Mensch sich selber ein Bild machen kann.

Franso-Hariri-Stadion – Wikipedia

Erbil SC – Wikipedia

al-Zawraa SC – Wikipedia

al-Quwa al-Dschawiya – Wikipedia

al-Talaba SC – Wikipedia

al-Shorta SC – Wikipedia

Samstag, 12. August 2023

Medienspiegel




 

Kurd Sport Star ist eine Facebookseite aus Erbil (Irbil). Hier wird des Öfteren (leider mit schlechter Übersetzung) über den FAVAC und Rojgar Kadir berichtet. Rojgar hat dort seinen ersten Meistertitel mit dem FC errungen. 



Fotocredits: Facebook Dozhghar Kadir on FB


Erbil – Wikipedia



DERBYSIEG !

 

Dritte Runde in der RLO und gleich das Bezirksderby: Favoritner AC von 1910 gegen Team Wiener Linien – Elektra. Als der Gastverein noch zwei Vereine war, hatten wir diese Spiele immer wieder in den verschiedenen Ligen des Wiener Fussballverbandes. Bei der 75-Jahr-Feier von Gaswerk/Straßenbahn waren wir damals der Jubiläumsspielgegner, auch mit Elektra verbindet den FAVAC einiges, leider hat die Elektra ihr letztes Spiel als eigenständiger Verein gegen uns nicht absolviert – Trotzdem: ein Spiel mit viel Tradition und Erinnerung.

An diesem Freitagabend kam der Vorjahreszweite der Regionalliga Ost zu Besuch und so versprach das Spiel ein richtungsweisendes zu sein. Bei schönem, angenehmem Sommerwetter mit viel Pivo und Pleskavica harrten wir der Dinge, die da kommen würden. Etwa 600 Besucher wollten sich dies nicht entgehen lassen, man war gut gelaunt.

Und der FAVAC war gut aufgelegt, zeigte sofort, wer der Herr im Haus ist. Die Gäste waren zwar in Gegenstößen gefährlich, konnten jedoch nur eine echte Hundertprozentige herausschlagen. Stevo war aber auf dem Posten, ein sicherer Rückhalt für unsere Mannschaft. Dafür hatte der FAVAC einige Chancen und Benjamin Mustafic erlöste uns in der 25. Minute mit dem verdienten 1-0, mit dem es trotz weiterer Chancen in die Pause ging. Da hieß es einmal mit einem Biertschi abkühlen und auf die zweite Halbzeit hoffen.

Und wieder war es Benjamin Mustafic, der knapp nach Wiederbeginn den Ball ins Netz setzte. Jetzt waren die Fans am Feiern, TWL konnte das Ergebnis nicht mehr drehen, obgleich sie in der letzten Viertelstunde drückten und den FAVAC einschnürten. Aber unsere Abwehr hielt und wir konnten so den verdienten Derbysieg feiern. Als Draufgabe – eine Momentaufnahme – gab es den Tabellenrang 7, nicht schlecht für einen Aufsteiger.

Der Rest des Abends war dann nur noch feiern, feiern, feiern.

Kommenden Freitag empfangen wir dann Oberwart, ehe es nach Krems geht. Die Party ist also prolongiert.

Prost!


P.S.: Mauerwürg ist souveräner Tabellenerster von hinten. Also ganz so, wie sie angekündigt haben. Hihi!