Donnerstag, 24. März 2016

Der nächste Einzelfall ?

Norbert Hofer – Staatsbürgerschaft
gegen Geld versprochen?

Belastendes Dokument: FPÖ-Präsidentschaftskandidat traf Investor im Parlament

Es ist ein schwerer Vorwurf und er richtet sich gegen niemand geringeres als den Kandidaten der FPÖ im Rennen um das Amt des Bundespräsidenten, Norbert Hofer. News liegt ein mit 21. April 2015 datiertes Dokument vor. Bei diesem handelt es sich allem Anschein nach um eine notariell beurkundete „Eidesstätige Erklärung“ eines Mannes, der ungefähr ein Jahr lang Geschäftsführer einer Firma war, bei der Hofer als Eigentümervertreter agierte.

Im Protokoll, das der Mann namens Mehmet Y. bei einer Notarin zu Papier bringen ließ, heißt es bezüglich eines Geschäftstermins im österreichischen Parlament im Jahr 2014: „Der jetzige dritte Nationalratspräsident, Herr Norbert Hofer, hat in Übereinstimmung mit Herrn Alexander F. zu Herrn Mohsen A. gesagt, dass, wenn dieser einen Betrag von EUR 180 Millionen (...) in die PAF Privatstiftung einbezahle, der jetzige dritte Nationalratspräsident, Herr Norbert Hofer, persönlich dafür Sorge tragen werde, dass Herr Mohsen A. die österreichische Staatsbürgerschaft erhält.“
Die PAF Privatstiftung ist einem Schulfreund Hofers zuzurechnen und via Beteiligungen im Bedarfsflugbereich aktiv gewesen. Der FPÖ-Politiker war dort von 2010 bis 2014 Vorstandsvorsitzender. Mohsen A. wiederum stammt aus dem Iran und wurde als potenzieller Investor gehandelt. Daraus dürfte letztlich nichts geworden sein. A. beantragte später Asyl und soll mittlerweile subsidiären Schutz zugesprochen bekommen haben.
Fest steht, dass der Termin im Parlament tatsächlich stattgefunden hat. Was dort tatsächlich gesagt wurde, wissen nur die, die dabei waren. Höchst aufklärungsbedürftig erscheint die Angelegenheit jedoch allemal.

Eidesstattliche Erklärung

News hat mit Mehmet Y. gesprochen, von dem die eidesstattliche Erklärung augenscheinlich stammt und dessen Unterschrift sie auch trägt. Auf die Frage, ob das, was in dem Papier steht, stimmt, meinte er: „Ich will jetzt keinen Kommentar abgeben.“ Mehmet Y. hat nicht gesagt, dass die Urkunde nicht echt wäre. Stattdessen wollte er wissen, wer News das Papier gegeben habe.
Norbert Hofer und sein Schulfreund F. bestreiten sämtliche Vorwürfe vehement. „Ich habe noch nie jemandem eine österreichische Staatsbürgerschaft versprochen, in Aussicht gestellt oder verschafft“, erklärt der FPÖ-Präsidentschaftskandidat in einer schriftlichen Stellungnahme. Dass der private Geschäftstermin im Parlament stattgefunden hat, begründet Hofer damit, dass es wenig Zeit zwischen zwei anderen Terminen gegeben habe.
Hofers Rolle in Zusammenhang mit den geschäftlichen Aktivitäten seines Schulfreundes sind jedoch auch noch aus anderer Perspektive bemerkenswert. Im Jänner 2010 wollte der Freund mit einer neu gegründeten Fluglinie der AUA die Streckenrechte nach Russland abspenstig machen. Diese standen auf dem Prüfstand, weil die AUA von der Lufthansa übernommen worden war, und die Frage zu klären war, ob die AUA mit ihren damals mehr als 6000 Mitarbeitern noch als österreichisches Unternehmen galt.
Öffentlich bekannt wurden die Pläne der neuen Airline am 15. Jänner 2010. Am selben Tag leistete Hofer in seiner Funktion als FPÖ-Luftfahrtsprecher per Aussendung Schützenhilfe und erklärte, dass AUA und Fly Niki „keine österreichischen Fluggesellschaften“ seien. Nicht dazugeschrieben hat Hofer allerdings, dass er seit einem Monat Aufsichtsrat der neuen Airline war, die um die Streckenrechte ritterte. Selbst aus dem Firmenbuch war das damals noch nicht öffentlich ersichtlich.

»Mein Einsatz für das Unternehmen war mit keinerlei persönlichem Vorteil für mich verbunden.«
Hofer betont, dass er kein Einkommen aus diesen Tätigkeiten bezogen habe. Eine ehrenamtliche Tätigkeit schließe keinesfalls aus, sich für ein Unternehmen einzusetzen. „Mein Einsatz für das Unternehmen war mit keinerlei persönlichem Vorteil für mich verbunden“, sagt Hofer.

News liegen parlamentarische Einkommenslisten aus dem Archiv der Transparenzplattform „meineabgeordneten.at“ vor, in denen teilweise vermerkt ist, dass Hofer ein Einkommen aus einer der Firmen bezogen haben soll. In einer einige Monate später erstellten Liste ist der Eintrag nicht mehr zu finden. Möglich, dass weitere Nachforschungen im Parlament hier Klarheit bringen. Auf Nachfrage blieb Hofer jedenfalls dabei, keinen Cent erhalten zu haben.
Dann hätte er also seine Stellung also Politiker nicht genutzt, um sich selbst zu bereichern, sondern um die Geschäftsinteressen eines Freundes zu unterstützen.
Die eidesstattliche Erklärung im Wortlaut und zahlreiche weitere spannende Details finden Sie im neuen News 12/16.

R.I.P. Johan Cruyff


Niederländische Fußballlegende: Johan Cruyff ist tot
Im Alter von 68 Jahren ist der ehemalige niederländische Fußballspieler und Trainer Johan Cruyff verstorben. Die Legende von Ajax Amsterdam und des FC Barcelona erlag einem Krebsleiden.

Das niederländische Fußballidol Johan Cruyff ist tot. Der Vizeweltmeister von 1974 starb am Donnerstag in Barcelona im Alter von 68 Jahren im Kreise seiner Familie an den Folgen eines Krebsleidens. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte der frühere Star von Ajax Amsterdam (1964 bis 1973) und des FC Barcelona (1973 bis 1978) seine Lungenkrebs-Erkrankung öffentlich gemacht.
Bis Anfang der Neunzigerjahre war er starker Raucher gewesen. "Ich habe das Gefühl, mit 2:0 in der ersten Halbzeit eines Spiels vorne zu liegen, das noch nicht zu Ende ist", schrieb er noch Mitte Februar zu seiner Erkrankung. "Aber ich bin mir sicher, dass ich es gewinnen werde."
"Die Niederlande haben ein Gesicht in der Welt verloren. Er hat unseren Fußball auf die Weltkarte gebracht", kommentierte Hollands früherer Weltklassespieler Ruud Gullit die traurige Nachricht im niederländischen "Telegraaf". "Worte können den Verlust, den wir fühlen, nicht beschrieben", hieß es beim niederländischen Fußballverband.
In den Siebzigerjahren war Cruyff als begnadeter Spielmacher die prägende Figur der niederländischen Nationalmannschaft, mit ihr unterlag er 1974 im WM-Finale in München Deutschland 1:2. Der ganz große Erfolg blieb ihm mit dem Oranje-Team verwehrt, bei der EM 1976 verloren die Niederländer das Halbfinale gegen die Tschechoslowakei.
Als Vereinsspieler war Cruyff, der für seinen Spielwitz und Tordrang verehrt wurde und als der Inbegriff des "Voetbal totaal" galt, umso erfolgreicher. Er gewann unter anderem dreimal den Europapokal der Landesmeister (jeweils mit Ajax), wurde neunmal niederländischer Meister und wurde 1971, 1973 und 1974 als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Im November 2015 brach Cruyff mit seinem Heimatverein und gab seine Tätigkeit als Berater auf, weil er mit Entscheidungen der Klubspitze nicht einverstanden war. "Seit Jahren schon stelle ich fest, dass meine Ideen bei Ajax nicht umgesetzt werden. Hinzu kommt der Eindruck, dass dies bewusst geschieht. Und bei Spielchen mache ich nicht mit", sagte er.

Als Trainer holte Cruyff, der auch als Europas Fußballer des Jahrhunderts ausgezeichnet wurde, drei Europapokalsiege sowie vier spanische Meisterschaften.
Mit dem FC Barcelona prägte er eine neue Ära. Die Jugendakademie La Masia bekam unter Cruyff eine deutlich höhere Bedeutung und er erfand für Barça eine eigene Spielphilosophie, die bis heute Bestand hat. "Wir werden dich immer lieben, Johan. Ruhe in Frieden", kondolierte der katalanische Klub.
krä/sid/dpa

Dienstag, 22. März 2016

Weitere Nachrichten aus Brüssel

Regierung ruft höchste Terrorwarnstufe ausMehrere Tote bei Explosion an Brüsseler Flughafen

Am Brüsseler Flughafen Zaventem ereignen sich am Morgen zwei Explosionen, offenbar der Schalter von American Airlines. Laut belgischen Medienberichten gibt es elf Tote und mindestens 25 Verletzte. Die Indizien für einen Terroranschlag mehren sich.
Am Brüsseler Flughafen Zaventen hat es mindestens zwei Explosionen gegeben. Augenzeugen und Medienberichten zufolge wurden mehrere Menschen getötet, weitere zum Teil schwer verletzt. Belgische Medien berichten unter Berufung auf die Feuerwehr, dass es mehrere Tote und etliche Verletzte gebe. Der Rundfunk sprach zuvor von elf Toten.
Die belgische Regierung rief die höchste Terrorwarnstufe aus. Mindestens eine der Explosionen ereignete sich demnach am Schalter von American Airlines. Der Flughafen bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass es gegen acht Uhr zwei Explosionen in der Abflughalle gab. Laut Belga fielen kurz vor den Explosionen Schüsse, zudem hätten Personen Arabisch gesprochen.
Auf Videos, die über Twitter verbreitet wurden, sind zerborstene Fenster an der Fassade zu sehen, während Menschen zu Fuß aus dem Gebäude fliehen. Erste Fotos aus der Abflughalle zeigen ebenfalls Zerstörung, am Boden liegen offenbar Deckenplatten.
Der Flughafen wurde gesperrt, der Flugverkehr nach Brüssel wird umgeleitet. Auch der Zugverkehr zum Flughafen wurde eingestellt. Derzeit ist unbestätigt, ob es sich um einen Terroranschlag handelt, die Indizien darauf mehren sich jedoch.
https://twitter.com/AAhronheim/status/712177856768569344?ref_src=twsrc%5Etfw

LIVE: Bombenterror in Belgiens Hauptstadt Brüssel (Bild: twitter.com)



Bombenterror in Brüssel: Gegen acht Uhr früh ereigneten sich zwei Explosionen am Brüsseler Flughafen Zaventem, die zahlreiche Todesopfer und Verletzte forderte. Das Terminal sowie umliegende Gebäude wurden evakuiert. Eine der Explosionen ereignete sich in der Abflughalle. Knapp eine Stunde später ereignete sich auch in der Brüsseler Metro unweit der EU-Amtsgebäude eine Explosion. Es erhärtet sich der Verdacht, dass es sich dabei um Terroranschläge handelt.
  • 9.32 Uhr: In Brüssel herrscht derzeit Berufsverkehr, die Metro wurde geschlossen. Der öffentliche Verkehr kommt damit zum Erliegen, genaue Opferzahlen nach der Explosion in der U-Bahn sind nicht bekannt.
  • 9.27 Uhr: Weitere Explosion in der Metro in Brüssel! Im Umfeld der Station Malbec, nur eine Station entfernt von zahlreichen EU-Institutionen. Mittlerweile wird von elf Toten und mindestens 25 Verletzten am Flughafen gesprochen.
  • 9.23 Uhr: Der belgische Innenminister Jan Jambon erklärte in einem ersten Statement: "Unser erster Gedanke gilt den Opfern." Nachdem sämtliche Flüge umgeleitet werden, soll nun auch die Brüsseler Metro geschlossen werden. Offenbar befürchtet man weitere Anschläge nach dem Muster der Pariser Attentate am 13. November 2015.
  • 9.19 Uhr: Medienberichten zufolge soll auf dem Flughafen ein verdächtiges Paket gefunden worden sein. Auch in einem Flugzeug wird unbestätigten Meldungen zufolge Sprengstoff vermutet. Sprengstoff-Teams sind vor Ort. Mittlerweile gilt als gesichert, dass es mehrere Todesopfer gibt.
  • 9.16 Uhr: Die Terrorwarnstufe wurde in Brüssel auf die höchste Stufe - 4 von 4 - hinaufgesetzt. Die Regierung wollte bislang das Wort "Terror" zwar noch nicht in den Mund nehmen. Es verdichten sich aber die Hinweise auf einen Anschlag.
  • 9.13 Uhr: Laut "N24" wurden auch auf dem Frankfurter Flughafen die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, ob eine konkrete Bedrohung vorliegt ist, nicht bekannt.
  • 9.11 Uhr: "Russia Today" berichtet unter Berufung auf Augenzeugen von Schüssen und Schreien in arabischer Sprache, die vor den Explosionen zu hören waren. Die Bomben sollen laut Korresprondentenberichten vor den Anzeigetafeln explodiert sein.
LIVE: Bombenterror in Belgiens Hauptstadt Brüssel (Bild: APA)

"....und dann hats BUMM gemacht......"

Explosionen auf Brüsseler Flughafen

In der Abflughalle des Brüsseler Flughafen gab es zwei Explosionen. Ersten Berichten zufolge gibt es mehrere Tote und viele Verletzte.
  (DiePresse.com)

Bei zwei Explosionen am Flughafen Brüssel-Zaventem sind Dienstagfrüh nach Medienberichten am Dienstag mehrere Personen verletzt worden. Auch von Todeopfern ist in Medien die Rede, die Angaben schwanken aber zwischen einem und bis zu elf Opfern.
Der Flughafen wurde gesperrt. Der Katastrophenplan wurde aktiviert, sagte Lodewijk De Witte, der Gouverneur von Flämisch-Brabant. Flugzeuge wurden gestoppt. Die Detonationen ereigneten sich gegen 8.15 Uhr im Abflugterminal. Nähere Angaben lagen zunächst - vor allem von Behördenseite - nicht vor.
Der Flughafen appellierte via Twitter, nicht zum Flughafen zu kommen. Die Gebäude würden evakuiert werden, alle Flüge seien gestrichen.
Augenzeugen berichten der belgischen Zeitung "Le soir" von starken Explosionen, dass die Wände zitterten. Es sei eine gewisse Panik entstanden und es gebe viele Verletzte, sagte ein Augenzeuge der Zeitung. Auf Fotos auf Twitter sieht man Rauch über dem Gebäude aufsteigen, auch geborstene Scheiben sind zu sehen.
Flugzeuge dürfen den Flughafen derzeit nicht anfliegen, auch der Bahnverkehr vom und zum Flughafen wurde gestoppt.
Ob die Explosionen in Zusammenhang mit der Jagd nach einem flüchtigen Komplizen der Paris-Terroristen steht, ist zu diesem Zeitpunkt völlig unklar und reine Spekulation. Fakt ist, dass es zuletzt mehrere Polizeieinsätze rund um Brüssel gegeben hat. Nach den jüngsten Festnahmen stand die Polizei auch in höchster Alarmbereitschaft.
Drei Tage nach der Festnahme des mutmaßlichen Mittäters der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, haben die belgischen Ermittler einen weiteren Komplizen identifiziert. Wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte, wird nach dem 24-jährigen Najim Laachraoui gefahndet, der bisher unter dem falschen Namen Soufiane Kayal bekannt gewesen sei.
Belgische und französische Beamte haben inzwischen ein gemeinsames Ermittlungsteam gebildet, wie Molins mitteilte. Der Pariser Staatsanwalt äußerte sich auch zu der Ankündigung von Abdeslams Anwalt Sven Mary, ihn wegen Bruchs des Ermittlungsgeheimnisses zu verklagen. "Ich bin in dieser Frage sehr gelassen", sagte Molins, der am Samstag über die ersten Befragungen Abdeslams durch belgische Ermittler berichtet hatte.
(APA/Reuters/Red.)

Erneut Zemun









Elektra-Collage


Montag, 21. März 2016

Der Beschuss von Ta Ku

Tragisch ! Unfassbar !

Beim Spiel zwischen Raja Casablanca und Chabab Rif Hoceima brachen in der Heimkurve Kämpfe zwischen den Green Boys und den Ultras Eagles aus. Bei der brutalen Schlacht auf den Rängen wurden 54 Anhänger verletzt, zwei Anhänger starben. Es ist der tragische Höhepunkt einer jahrelangen Auseinandersetzung, die an diesem Tage ihren vorläufigen traurigsten Tag erlebte. Nach den Ausschreitungen wurden 34 Männer festgenommen.