Sonntag, 24. Januar 2016
Lustig
Ganz Portugal hat heute einen neuen Präsidenten gewählt - bis auf ein kleines Städtchen. Im 2.000-Seelen-Dorf Muro ging niemand wählen, um gegen den fehlenden Anschluss der Gemeinde an das Straßenbahnnetz von Porto zu protestieren. „Die Wahllokale waren von 8.00 bis 11.00 Uhr geöffnet, das ist das rechtliche Minimum, aber kein einziger Wähler ist gekommen“, sagte Bürgermeister Carlos Martins.
Die portugiesische Bahngesellschaft fährt Muro schon seit 2002 nicht mehr an. Das Dorf liegt etwa 15 Kilometer von Porto, der zweitgrößten Stadt des Landes, entfernt. Es sei „unmöglich“ geworden, sich fortzubewegen, klagte etwa Maria Dolores Viveiro, eine 62-jährige arbeitslose Händlerin: „Es ist kompliziert, um zum Arzt zu kommen, die Kinder zur Schule zu bringen und arbeiten zu gehen.“
Seit Muro vom Bahnnetz genommen wurde, ist der Anschluss an die Straßenbahn geplant. Jedoch gibt es bis heute kein Datum dafür, die nächste Tramhaltestelle liegt drei Kilometer entfernt. Aus demselben Grund hatten die Einwohner von Muro, von denen rund 1.600 wahlberechtigt sind, bereits die Präsidentschaftswahl 2011 und die Europawahl 2014 boykottiert.
Die Kriminalitätsrate in der Steiermark steigt stark an
Brand und Sprayaktion in Flüchtlings-Notquartier
Laut Polizei sei ein Sichtschutzzaun vor dem derzeit geschlossenen Flüchtlingsnotquartier am Grazer Grillweg von Unbekannten mit Hakenkreuzen und eindeutigen Nazisymbolen wie „88“ oder „KZ Graz“ beschmiert worden. Wie hoch der Schaden ist, ist laut Polizei unklar, von den Tätern fehlt derzeit jede Spur.
50.000 Euro Schaden
Vermutlich nicht im Zusammenhang mit einer Straftat, sondern mit einem Kurzschluss steht dagegen ein Brand, der in der Nacht auf Sonntag im ersten Stock des Quartiers, in einem Zimmer, ausgebrochen war. Das Feuer drohte auch auf den Dachstuhl überzugreifen, weshalb das Dach geöffnet werden musste, um alle Glutnester löschen zu können. Verletzt wurde niemand, der Schaden wird allerdings auf rund 50.000 Euro geschätzt.
Nur kurz darauf wurde die Grazer Berufsfeuerwehr auch zu einem ehemaligen Gasthaus nahe des Murstegs gerufen. Hier stand der Dachstuhl eines Nebengebäudes bereits in Vollbrand. Die Brandursache ist noch unklar. Der Schaden wird mit 80.000 Euro beziffert.
Flugzeug im Gurkenfeld
Ungarische Militärmaschine stürzt ins Gurkenfeld
Das Burgenland war während des Kalten Krieges durch seine direkte Lage am Eisernen Vorhang immer wieder Schauplatz von militärischen Zwischenfällen.
Im Juli 1981 stürzte ein ungarisches MIG 21 Kampfflugzeug bei Andau auf ein Feld. Die BF berichtet folgendermaßen darüber: […] „Zu diesem Zeitpunkt befanden sich einige Landwirte und Arbeiter einer nahegelegenen Baustelle in der Nähe des Unfallortes. Der nur fünfzig Meter von der Flugzeugexplosion entfernt pflügende Landwirt Johann U. wurde so geschockt, dass er mit seinem Traktor nach Hause fuhr und erst am Abend wieder ansprechbar war.Glück im Unglück hatte auch das Ehepaar Maria und Matthias S, das auf einem Gurkenfeld arbeitete. Nur fünf Meter neben dem Feld stürzte die Pilotenkanzel MIG auf die Erde. Er hörte den schreienden Ruf seiner Frau ‚Uje, Odatsch, duck di, a Bombn!‘ gar nicht mehr. Ihm blieb für einen Moment das Herz stehen. Maria S. hielt in der ersten Schrecksekunde die Kuppel für eine Bombe.
Arbeiter an der Baustelle der Anlage eilten nach der Detonation zum Unfallsort und stießen auf den Piloten, der sich mit dem Schleudersitz noch rechtzeitig gerettet hatte. Günther S. fragte ihn, ob er verletzt sei, war dieser verneinte. Johann H. zum Piloten: ‚Bist vielleicht ein Russ‘? Dieser gab zur Antwort: ‚Ich Ungar.‘ […] (BF 15. Juli 1981)
http://www.brettl.at/blog/ungarische-militaermaschine-stuerzt-ins-gurkenfeld/
"Heldentod" im Zweiten Weltkrieg
Heldentod für den Führer
Mindestens 17.559 Burgenländer, fast jeder dritte, der eingezogen wurde, ließ sein Leben als Soldat der Deutschen Wehrmacht. Bei den Angehörigen und Freunden blieben Schmerz, Leid und Verzweiflung zurück. Als „Labsal“ gab es für die Hinterbliebenen einen „Trostbrief“ von den Gemeindeverantwortlichen.
An Frau J.P. in Frauenkirchen am 2. Juli 1941
„Die Nachricht vom Heldentod Ihres Gatten hat uns tief erschüttert. In diesem schweren Verlust der Sie und Ihre Kinder trifft bleibt der Trost, dass dieses Opfer nicht umsonst gebracht wurde. Er gab sein Leben den Führer, der Grösse des deutschen Reiches und des deutschen Volkes und erkämpfte hiedurch auch die Sicherung der Lebensgrundlage der eigenen Familie.
Ich bitte Sie daher, im Namen der Gemeinde sowie auch meine persönliche Anteilnahme entgegennehmen zu wollen.
Der Bürgermeister: Püspök
http://www.brettl.at/blog/heldentod-fuer-den-fuehrer/
„Die Nachricht vom Heldentod Ihres Gatten hat uns tief erschüttert. In diesem schweren Verlust der Sie und Ihre Kinder trifft bleibt der Trost, dass dieses Opfer nicht umsonst gebracht wurde. Er gab sein Leben den Führer, der Grösse des deutschen Reiches und des deutschen Volkes und erkämpfte hiedurch auch die Sicherung der Lebensgrundlage der eigenen Familie.
Ich bitte Sie daher, im Namen der Gemeinde sowie auch meine persönliche Anteilnahme entgegennehmen zu wollen.
Der Bürgermeister: Püspök
http://www.brettl.at/blog/heldentod-fuer-den-fuehrer/
Das Burgenland 1956 - 1957
Der „Eiserne Vorhang“ wird wieder errichtet
Der Eiserne Vorhang, mehrere Grenzzäune mit Minenfeldern und strenger Bewachung, schnitt das Burgenland jahrzehntelang von Ungarn ab. Damit wurden historisch gewachsene wirtschaftliche und persönliche Verflechtungen unterbrochen. Das Burgenland lag von nun an einer „toten Grenze“ mit all den nachteiligen Folgen, die sich daraus ergaben.
Am 2. April 1957 notierte der Gendarmerieposten Lutzmannsburg: „Ungarische Soldaten haben neuerlich begonnen an der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze einen Stacheldraht zu errichten. Dieser Stacheldraht verläuft längs der Grenze, ca. 2 bis 4 Meter auf ungarischem Gebiet, ungefähr 2 Meter hoch und hat die Form eines Zaunes. Der Zaun ist mit 7 Stacheldrahtdrähten gespannt und sind dieselben zusätzlich senkrecht mit Stacheldrähten verflochten. Flüchtlinge kommen nur noch ganz vereinzelt nach Österreich. Die ungarischen Soldaten, sowie die ungarische Zivilbevölkerung haben mit der österreichischen Bevölkerung Sprechverbot. Eine Berührung mit denselben ist fast ausgeschlossen.“
Zwei Monate später am 4. Juni 1957 hielt der Gendarmerieposten Lutzmannsburg fest: „Der Drahtverhau an der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze ist von Seiten der Ungarn im ganzen Postenrayon fertiggestellt worden. Außerdem ist teils der Drahtverhau, teils das Gebiet zwischen Drahtverhau und Kontrollstreifen vermint worden.“ Die letzte Eintragung lautet: „Damit ist der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.“
(In: 1956 und das Burgenland. Burgenländische Forschungen. Heft 75. Eisenstadt 1996, S.210)
http://www.brettl.at/blog/der-eiserne-vorhang-wird-wieder-errichtet/
Am 2. April 1957 notierte der Gendarmerieposten Lutzmannsburg: „Ungarische Soldaten haben neuerlich begonnen an der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze einen Stacheldraht zu errichten. Dieser Stacheldraht verläuft längs der Grenze, ca. 2 bis 4 Meter auf ungarischem Gebiet, ungefähr 2 Meter hoch und hat die Form eines Zaunes. Der Zaun ist mit 7 Stacheldrahtdrähten gespannt und sind dieselben zusätzlich senkrecht mit Stacheldrähten verflochten. Flüchtlinge kommen nur noch ganz vereinzelt nach Österreich. Die ungarischen Soldaten, sowie die ungarische Zivilbevölkerung haben mit der österreichischen Bevölkerung Sprechverbot. Eine Berührung mit denselben ist fast ausgeschlossen.“
Zwei Monate später am 4. Juni 1957 hielt der Gendarmerieposten Lutzmannsburg fest: „Der Drahtverhau an der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze ist von Seiten der Ungarn im ganzen Postenrayon fertiggestellt worden. Außerdem ist teils der Drahtverhau, teils das Gebiet zwischen Drahtverhau und Kontrollstreifen vermint worden.“ Die letzte Eintragung lautet: „Damit ist der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt.“
(In: 1956 und das Burgenland. Burgenländische Forschungen. Heft 75. Eisenstadt 1996, S.210)
http://www.brettl.at/blog/der-eiserne-vorhang-wird-wieder-errichtet/
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