Lange ist es ruhig um unsere Gruppe geworden. Nach mehrfachen Aufschiebungen Gespräche mit den Funktionären des Vereins und die unbegründete Denunziation vom Verein, zwingen uns dazu, den Mantel des Schweigens zu brechen.
Wir schauen auf das Ende der letzten Saison zurück. Finanziell war unser 1. FC Lok schwer angeschlagen. Leute im Vorstand schienen sich mehr für den eigenen Profit, statt über den Verein zu engagieren. Damals gründete sich eine Opposition mit Teilen des heutigen Vorstands. Stundenlange, gemeinsame Gespräche bis tief in die Nacht folgten. Der heutige Vorstand glänzte damals mit Versprechungen, die sich heute als komplette Lügen darstellten. Mehrere Großsponsoren seien in den Startlöchern, sobald ein Führungswechsel käme, viele Leute würden auch auf offene Verbindlichkeiten verzichten. Man missbrauchte damals bewusst unser Vertrauen, da es uns einzig und allein um die Erhaltung unseres Fussballclubs ging. Als der Wechsel im Sommer im Vorstand kam, schuftete unsere Gruppe bei Arbeitseinsätzen, sammelte in kurzer Zeit Geld, um den Verein 1000 „Retter Shirts“ zu spenden, die für 19.66€ verkauft wurden und viele unserer Leute stehen heute als „Namenssponsor“ auf dem Trikot der Spieler. Es ging ein vermeintlicher Ruck durch die Fanszene und auch durch den Verein. Nach all den gemeinsamen Treffen und Aktivitäten, war dem Vorstand der Großteil unserer Truppe bekannt.
Auch das sich in unseren Reihen Leute befinden, die keinen deutschen Pass besitzen. Bei uns geht es nicht um rechts, links, oben oder unten, sondern einzig allein um den 1.FC Lok. Wir bekennen uns auch dazu, ein Mitglied in unseren Reihen zu haben, der früher eine politische Vergangenheit hatte. So wie es im Vorstand von Lok auch der Fall ist. So wie auch heutige Politiker mit Steinen auf die Staatsmacht in der Jugend warfen und sich geändert haben. Seit seinen Aktivitäten in unserer Gruppe, könnte man ihn getrost als resozialisiert bezeichnen. Ein Begriff der oft für Drogendealer und andere Schwerstkriminelle verwendet wurde und gesellschaftlich anerkannt wird. Als Mitglied der Gruppe „Scenario Lok“ scheint man aber auf Lebenszeit gebrandmarkt zu sein.
Die Saison begann mit einem Testspiel gegen den HFC. Uns unbekannte Leute zündeten damals Pyro. Ein in der Fanszene bekanntes Gesicht unserer Gruppe ging daraufhin auf einen Vermummten Pyrozünder los. Eine völlig sinnlose Aktion, die unserem Verein klar geschadet hat und von allen Mitgliedern unserer Gruppe aufs schärfste verurteilt wurde. Kurze Zeit später wurden wir vom Verein als Sündenbock auserkoren und an die Presse verkauft. Es folgte ein Spiel in Babelsberg, bei dem es vor Spielbeginn zu einem Blocksturm kam. Wie man unserer Facebook Seite und Homepage entnehmen konnte, riefen wir zu einer geschlossenen Zugfahrt auf. Die Zugfahrer waren zum Zeitpunkt des Blocksturms noch nicht mal am Stadion.
Als Reaktion darauf, verhängte das Präsidium völlig unberechtigt ein Erscheinungsverbot für unsere Gruppe. Uns kommt es so vor, als wollte der Vorstand uns als Bauernopfer an die Presse verkaufen und bewusst mundtot machen, da wir das Wissen über ihre leeren Versprechungen vor Amtsantritt besaßen.
Mehrere hundert Leute in weiß die kein Hausverbot besaßen, versammelten sich daraufhin beim Heimspiel gegen Auerbach auf der Gegengerade, um ihren Protest über die Entscheidung lauthals zu äußern und den Verein noch einmal eine Bekenntnis auszusprechen. Eine Stimmung wie sie laut mehrerer Aussagen von heutigen Stadiongängern diese Saison nicht wieder erreicht wurde, da viele Leute nach Verlust des Stadionerlebnis mit gemeinsamen Freunden die Spiele boykottieren. Einen Zustand den sich ein finanziell gebeulteter Club eigentlich nicht leisten kann, ginge es den Funktionären um den Erhalt des Vereins und nicht – wie es scheint – um persönliche Befindlichkeiten. Die vorherrschende Atmosphäre heute ähnelt eher dem Lautstärkepegel auf dem Südfriedhof. Wichtige, akustische Unterstützung für die Mannschaft ist somit eher Mangelware.
Wir haben zu keinem Zeitpunkt Politik ins Stadion gebracht, sind nicht politisch aktiv und sehen daher auch keinen Grund mehr, die unberechtigten Vorwürfe auf uns sitzen zu lassen.
Die aktuelle Situation lässt selbst die größten Optimisten mittlerweile an einem Klassenerhalt zweifeln. Auf Grund der für uns falschen Vorgehensweise des Vorstands, der verloren gegangenen Identität des Vereins und dem Verrat der eigenen Fanszene, haben wir mittlerweile offene Mitgliedbeiträge von 25000€ und schauen einer düsteren Zukunft entgegen.
Wir fordern daher, dass unberechtigte Erscheinungsverbot für unsere Gruppe aufzuheben und eine Möglichkeit für ein Hausverbot auf Bewährung (wie es in vielen professionellen Vereinen praktiziert wird), da mittlerweile Leute ein Hausverbot für Babelsberg besitzen, obwohl sie nicht mal dort waren.
- Scenario Lok -
Stellungnahme Teil 2
Dienstag, 18.02.2014
Am gestrigen Abend kam es zu Gesprächen zwischen dem Vorstand und unserer Gruppe, um eventuell gemeinsam das sinkende Schiff
zu retten.
Der Vorstand beharrte dabei auf drei nichtssagende Punkte, an denen sie bis zum Schluss festhielten. Trotz sachlicher Widerlegung unsererseits.
1.) Testspiel gegen den HFC:
In der zweiten Halbzeit kam es zu einer unerlaubten Pyroaktion, in deren Folge eine große Menge Papier in Flammen aufging.
Diese völlig sinnlose Aktion wurde von uns aufs schärfste verurteilt. Einer unserer Leute schritt körperlich ein, um einen vermummten
Pyrotechniker in dessen Handlung zu unterbinden. Dies geschah vor den Augen des Vorstands und wurde auch von Ihnen gestern bestätigt. Wäre dies geschehen, wenn diese Aktion von uns durchgeführt, gewollt und toleriert wurde? Ist so eine Aktion in unserem Interesse, nach dem wir dem Verein 1000 Shirts spendeten, die sie alle für 19,66€ verkauften, unsere Namen als Sponsor auf den Trikots der Spieler stehen und wir neben stundenlangen Arbeitseinsätzen an denen wir selbst beteiligt waren, den anderen Helfern Getränke und Speisen spendierten?
Als dem Vorstand die Argumente ausgingen, berief man sich darauf, dass einige Pyrotechniker blau-gelbe Sturmhauben trugen. Diese kann jeder im Netz (bspw. unter pgwear.net)
käuflich erwerben und ist für uns kein Beweis, dass Leute aus unserer Gruppe daran beteiligt waren! Demzufolge gibt es keinen Anhaltspunkt der unsere Gruppe in
Zusammenhang dieser Tat bringen kann.
2.) Verfassungsschutzbericht
Diversen Medienberichten zu Folge wird unsere Gruppe durch den Verfassungsschutz beobachtet. Beobachtet werden wir nun aber - Dank der Aufklärung von Edward Snowden - alle. Selbst die Bundeskanzlerin. Sind wir deshalb alles Verbrecher? Ist dies ein Beleg dafür, irgendwas verbotenes zu tun? Nach dem sich einige zur Lebensaufgabe gemacht haben , unsere Leute
durch Internethetze zu denunzieren und an allen Ecken gegen uns zu hetzen, bleibt dem Verfassungsschutz gar nix anderes übrig, als diesen Vorwürfen zu folgen und die Leute "zu beobachten". Dies ist ihr Job. Wären strafbare Handlungen passiert, würden die Leute sicher nicht beobachtet, sondern strafrechtlicht verfolgt werden.
Des weiteren sollten wir uns von Stadt und Staat nicht innerhalb des Vereins spalten lassen. Das gerade die Stadt nicht für die Liebe zu unserem Club bekannt ist, weiß man schon seit VfB Zeiten und dieses Verhalten durch die ständige mediale Unterstützung seitens des Rathauses gegenüber RBL unterstreicht diese Tatsache noch zusätzlich.
3.) Blocksturm Babelsberg
Wie schon im vorangegangenen Text geschrieben, rief unsere Gruppe zu diesem Spiel auf der Homepage und sonstigen Internetportalen
zu einer gemeinsamen Zugfahrt auf. Der Blocksturm passierte, als sich die Zugfahrer auf dem Weg zum Stadion befanden. Uns wurde nun gestern der Vorwurf gemacht, dass 3 Leute, die unseren Reihen zugerechnet werden, am Blocksturm beteiligt gewesen sein sollen.
Da ja alle den Verfassungsschutzberichten glauben schenken, die offensichtlich Mitgliederlisten kennen, die wir nicht mal haben, befinden sich in der Gruppe 70 Leute. 3 davon sollen nun laut Vorstand in BBG am Blocksturm beteiligt gewesen sein. Das heißt, dass 4% der Gruppe daran beteiligt gewesen sein soll. Kann man dafür eine ganze Gruppe verurteilen?!
Die drei Beschuldigten Personen gaben gestern vor Ort den Austritt aus der Gruppe bekannt, um die letzten Zweifel an unserer Gruppe auszuräumen.
Wir weisen nicht von der Hand, dass wir polarisieren und auffallen. Vor allem durch den akustischen und optischen Support unseres Vereins. Eine Unterstützung die der Mannschaft in der schweren Zeit fehlt und viele trauern Choreographien wie gegen Red Bull hinterher. Die einzige Ebene auf denen wir RBL schlagen konnte, war auf den Rängen.
Welche Gründe gibt es nun noch für den Vorstand, weiterhin an dem Gruppenverbot festzuhalten? Es wird Zeit persönliche Befindlichkeiten
hinten anzustellen und durch die akustische und optische Unterstützung der Mannschaft wieder einen zwölften Mann zu stellen.
Ansonsten sehen wir schweren Herzens unseren 1.FC Lok untergehen und das kann nicht das Ziel sein!
Gemeinsam sind wir stark!
http://www.scenario-lok.de/index2.htm
Sonntag, 23. Februar 2014
Stellingen: Fußball-Fan von Bahn überrollt
Unfall-Drama am Bahnhof Stellingen: Ein Dortmund-Fan aus Hamburg ist am Sonnabend nach dem 3:0-Sieg des HSV gegen die Borussia an Gleis 2 auf die Schienen gestürzt und von einer S-Bahn der Linie 21 überrollt worden. Der 24-Jährige erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen.
Sonnabend gegen 19.40 Uhr: Etliche Fans beider Mannschaften stehen nach Spielschluss noch am Bahnsteig der Linie S21 Richtung Bergedorf. Laut einem Sprecher der Bundespolizei, die noch am Abend Bilder aus Überwachungskameras sichert, läuft der 24-Jährige mit einer Bierdose in der Hand über den Bahnsteig.
Als der nächste Zug einfährt, stürzt der Fußball-Fan plötzlich auf die Gleise. Die Bahn überrollt ihn, der junge Mann stirbt sofort. Sein Stiefvater muss die dramatischen Szenen mitansehen. Notfallseelsorger betreuen ihn und den S-Bahn-Führer.
Als die Rettungskräfte eintreffen, kommt es kurzzeitig zu Rangeleien zwischen den Anhängern beider Teams auf dem Vorplatz. Bundespolizisten sichern mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei den Einsatzort ab. Die Beamten räumen den Bahnhof komplett. Der S-Bahnverkehr zwischen Altona und Elbgaustraße wird eingestellt, Ersatzbusse werden eingesetzt.
Der Leichnam des 24-Jährigen wird von den Rettern geborgen und zur Untersuchung in die Rechtsmedizin gebracht. „Nach ersten Erkenntnissen haben wir keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, sagt Bundespolizei-Sprecher Rüdiger Carstens. (röer/wati)
Samstag, 22. Februar 2014
Free Ukraine
Die Ukraine ist frei.....
.....ein halberter Bürgerkrieg ist zu Ende ? - ist er es wirklich ? Das
Volk steht gegen die Regierung auf, Parallelen zu 1989 in Rumänien werden
gezogen (also von mir zumindest) wo das Volk und die Armee gegen das Regime
kämpften - ähnlich hier in der Ukraine. Das Volk steht gegen die
Regierungsapparatur auf, die Armee ist bisher neutral, denn es ist nicht mehr
so leicht gegen das eigene Volk, gegen die Familie zu schiessen - so bleiben
nur die Polizeieinheiten und die Geheimpolizei über die Protestierer kleinzuhalten
und einzuschüchtern - nur das funkioniert offenbar nicht so ganz, denn das System
verliert, das Volk gewinnt. Angetrieben durch die im Westen sehr bekannte
Gallionsfigur Viali Klitschko hat die Demokratie gewonnen, Julia Timoschenko
ist freigelassen und neue Parlamentswahlen sind für den 25. Mai 2014 angesetzt.
Präsident Janukowitsch ist aus Kiew geflohen, die Armee ist passiv - alles
deutet auf Neuwahlen zum Besseren des Landes und wir im Westen hoffen, dass
dies bald passiert. Korruption und Vetternwirtschaft ist weit verbreitet, weite
Teile der Bevölkerung verarmen trotz Beschäftigung - ein Teufelskreis, den auch
die neue Reigerung (wie immer sie aussieht) vor fast unlösbare Probleme stellt.
Wer diese Probleme (mit Hilfe des Westens ?) als erstes löst hat gewonnen. Und
darin liegt die grosse Gefahr: Wladimir Putin hat seine Olympischen
Winterspiele durchgebracht, der Westen ist zufriedengestellt und interessiert
sich nicht mehr soviel dafür - er hat
auch keine moralischen und politischen Druckmittel mehr in der Hand - ein
offensives Eingreifen Russlands liegt in der Luft. Verhindern kann dies nur ein
vereint aufretendes Europa. Nur - wollen wir das eigentlich ? Oder ist die wirtschaftliche Abhängigkeit grösser als der gesunde Menschenverstand ? Wir werden es erleben. Hoffentlich im Sinne der Ukrainer.
Julia Timoschenko ist frei........
Ticker zum Umsturz in der Ukraine: Timoschenko frei

LiveRegierungsgegner erklären Machtübernahme in Kiew +++ Polizei wechselt die Seiten +++ Janukowitsch flieht aus der Hauptstadt und vergleicht Siuation mit Machtergreifung der Nazis
Regierungsgegner übernehmen die Macht in der Hauptstadt Kiew. Auch die Polizei schließt sich ihnen offiziell an.

Timoschenkos Vertrauter Arseni Jazenjuk sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die scharfe Gegnerin von Janukowitsch wolle umgehend zu den seit Wochen demonstrierenden Regierungskritikern auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) im Zentrum der Hauptstadt reisen.
Experten wiesen darauf hin, dass der Staatschef trotz eines Parlamentsbeschlusses formal weiter im Amt sei. Ein juristisch korrektes Amtsenthebungsverfahren müsse mehrere Hürden überwinden. Mehrere Kabinettsmitglieder sollen ins Ausland geflohen sein,
Die Freilassung von Timoschenko ist nach den Worten von EU-Parlamentschef Martin Schulz ein „historischer Augenblick für die Ukraine und für Europa“. Schulz verwies auf die Vermittlungsbemühungen des Ex-EU-Parlamentschefs Pat Cox und des früheren polnischen Staatspräsidenten Aleksander Kwasniewski. Beide Politiker hatten sich im Auftrag des Europaparlaments bei vielen Reisen in die Ukraine für die Freilassung Timoschenkos eingesetzt. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko sprach von einem „politischen K.O.“ für Janukowitsch.
Was sich derzeit in der Ukraine abspiele, gleiche einem Staatsstreich. Alle Entscheidungen des Parlaments seien illegal. Er werde den jüngsten Entscheidungen des Parlaments nicht zustimmen: „Alles, was derzeit in diesem Parlament geschieht, ist Banditentum. Wir sehen die Wiederholung des nationalsozialistischen Umsturzes der 1930er Jahre in Deutschland.“
Er habe das Gefühl, dass seine Sicherheit und die seiner Vertrauten von den Demonstranten in Kiew bedroht werde. Hunderte Büros seiner Regierungspartei seien angezündet worden, er und ranghohe Politiker seien bedroht worden: „Auf mein Auto wurde geschossen. Aber ich habe keine Angst.“ Janukowitsch hatte Kiew schon Freitagabend Richtung Charkiw verlassen.
Zuvor hatten Janukowitsch und Oppositionsführer ein von der EU vermitteltes Abkommen zur Lösung der Staatskrise unterzeichnet. Die Oberste Rada setzte danach umgehend erste Beschlüsse durch. So sollte die Rückkehr zur Verfassung von 2004 die Machtfülle des Staatschefs erheblich beschneiden - eine Kernforderung der Opposition. Das Abkommen sieht zudem vorgezogene Präsidentenwahlen bis zum Dezember vor. Geht es nach dem Parlament, sollen diese nun am 25. Mai stattfinden. Außerdem wurden mit dem Abkommen eine Übergangsregierung unter Beteiligung der Opposition und eine Rückkehr zur parlamentarischen Demokratie vereinbart.
Allerdings gab es auch andere Töne aus Russland. Die jüngsten Ereignisse in der Ukraine seien Beweis für den Machtverlust des Staatschefs, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow. Moskau rückte am Samstag erstmals öffentlich von Janukowitsch ab: „Ein trauriges Ende für einen Präsidenten.“
Das Innenministerium wechselte indes auf die Seite der Opposition und forderte diese zur Kooperation mit der Polizei auf. Zugleich betonte das Innenministerium, dass es den Wunsch der Opposition nach einem „raschen Wandel“ unterstütze. Auch die Chefs von vier Sicherheitsdiensten, darunter die Bereitschaftspolizei Berkut, die die Auseinandersetzung mit den Demonstranten anführte, versicherten am Samstag im Parlament, dass sie nicht gegen die Bevölkerung vorgehen würden.
In den prorussischen Regionen im Osten und Süden der Ukraine hingegen wird die Legitimität des Parlaments angezweifelt. „Die Ereignisse in der ukrainischen Hauptstadt haben zur Lähmung der Zentralmacht und zur Destabilisierung der Regierung geführt“, sagten Vertreter örtlicher Regierungen und Parlamente am Samstag in Charkiw. Das Parlament werde bei seiner Arbeit „durch Waffen und Mord“ bedroht.
http://orf.at/stories/2219467/2219469/
LiveRegierungsgegner erklären Machtübernahme in Kiew +++ Polizei wechselt die Seiten +++ Janukowitsch flieht aus der Hauptstadt und vergleicht Siuation mit Machtergreifung der Nazis
Regierungsgegner übernehmen die Macht in der Hauptstadt Kiew. Auch die Polizei schließt sich ihnen offiziell an.
- Das ukrainische Parlament setzt Janukowitsch ab und Neuwahlen für den 25. Mai an.
- Die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko ist nach einem Parlamentsbeschluss wieder in Freiheit.
- Viktor Janukowitsch flüchtet nach Charkiw. In einer TV-Rede lehnt der Präsident einen Rücktritt ab - und vergleicht die Ereignisse der vergangenen Tage mit der Machtergreifung der Nazis 1933.
- Regierungsgegner besetzen auch Privatvilla von Präsident Viktor Janukowitsch.

Anhänger jubeln
Die frühere Regierungschefin verließ am Samstag das Krankenhaus, in dem sie zuletzt festgehalten worden war, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sie winkte ihren jubelnden Anhängern aus dem Auto zu. Das Parlament in Kiew hatte zuvor die sofortige Freilassung Timoschenkos beschlossen.Timoschenkos Vertrauter Arseni Jazenjuk sagte der Nachrichtenagentur Interfax, die scharfe Gegnerin von Janukowitsch wolle umgehend zu den seit Wochen demonstrierenden Regierungskritikern auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) im Zentrum der Hauptstadt reisen.
Timoschenko für EU-Beitritt
Timoschenko will bei der nächsten Präsidentenwahl antreten. Das sagte die Politikerin am Samstag kurz nach ihrer Freilassung der Agentur Itar-Tass zufolge. Timoschenko erklärte weiter, dass eine Diktatur gestürzt worden sei. Sie forderte nach dem Tod von Demonstranten in Kiew eine Bestrafung der Täter. Es gelte, das Andenken der Menschen zu ehren, die für die Freiheit der Ukraine gestorben seien, sagte Timoschenko am Samstagabend nach ihrer Landung in Kiew. Die Behörden sprachen am Samstag von 82 Menschen, die im Zuge des blutigen Machtkampfes gestorben waren. Timoschenko erklärt laut Interfax, sie sei sich sicher, dass die Ukraine in naher Zukunft der EU beitreten werde. Dies werde „alles verändern“.Opposition: Janukowitsch wollte fliehen
Janukowitsch hat nach Angaben der Opposition versucht, das Land in Richtung Russland zu verlassen. „Er hat versucht, ein Flugzeug in Richtung Russland zu nehmen, wurde aber vom Grenzschutz daran gehindert“, teilte der neue Parlamentspräsident Alexander Turtschinow, ein Vertrauter von Timoschenko, nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax mit. „Er versteckt sich derzeit irgendwo in der Region von Donezk“, hieß es weiter. Janukowitsch hatte die Hauptstadt Kiew zuvor verlassen und war in die östliche Stadt Charkiw gereist.Experten wiesen darauf hin, dass der Staatschef trotz eines Parlamentsbeschlusses formal weiter im Amt sei. Ein juristisch korrektes Amtsenthebungsverfahren müsse mehrere Hürden überwinden. Mehrere Kabinettsmitglieder sollen ins Ausland geflohen sein,
Timoschenkos Zustand in Haft verschlechtert
Timoschenko war im Jahr 2011 in einem international kritisierten Prozess wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich während ihrer Haftzeit dramatisch. Sie litt unter starken Rückenschmerzen und trat wiederholt aus Protest gegen ihre Haftbedingungen in den Hungerstreik. Deutsche Ärzte reisten mehrmals zu Timoschenko, um ihren Gesundheitszustand zu überprüfen. Die deutsche Regierung setzte sich für eine medizinische Behandlung in Deutschland ein.Die Freilassung von Timoschenko ist nach den Worten von EU-Parlamentschef Martin Schulz ein „historischer Augenblick für die Ukraine und für Europa“. Schulz verwies auf die Vermittlungsbemühungen des Ex-EU-Parlamentschefs Pat Cox und des früheren polnischen Staatspräsidenten Aleksander Kwasniewski. Beide Politiker hatten sich im Auftrag des Europaparlaments bei vielen Reisen in die Ukraine für die Freilassung Timoschenkos eingesetzt. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko sprach von einem „politischen K.O.“ für Janukowitsch.
Janukowitsch verweigert Rücktritt
Janukowitsch blieb indes in einem Fernsehinterview hart: „Ich werde das Land nicht verlassen. Ich habe nicht vor zurückzutreten“, sagte er am Samstag in Charkiw. Er sei weiterhin der „rechtmäßig gewählte Präsident“ des Landes.Was sich derzeit in der Ukraine abspiele, gleiche einem Staatsstreich. Alle Entscheidungen des Parlaments seien illegal. Er werde den jüngsten Entscheidungen des Parlaments nicht zustimmen: „Alles, was derzeit in diesem Parlament geschieht, ist Banditentum. Wir sehen die Wiederholung des nationalsozialistischen Umsturzes der 1930er Jahre in Deutschland.“
Er habe das Gefühl, dass seine Sicherheit und die seiner Vertrauten von den Demonstranten in Kiew bedroht werde. Hunderte Büros seiner Regierungspartei seien angezündet worden, er und ranghohe Politiker seien bedroht worden: „Auf mein Auto wurde geschossen. Aber ich habe keine Angst.“ Janukowitsch hatte Kiew schon Freitagabend Richtung Charkiw verlassen.
Abgeordnete argumentieren Absetzung
Zunächst hatte es am Samstag nach Aussagen des Oppositionspolitikers Arseni Jaznejuk noch danach ausgesehen, dass Janukowitsch zurücktrete, und man nur noch auf die schriftliche Bestätigung warte. Kurz nach der Weigerung des Präsidenten zurückzutreten erklärte ihn das Parlament für abgesetzt. Der Staatschef übe sein Amt nicht aus und habe sich widerrechtlich Vollmachten angeeignet, argumentierten die Abgeordneten.Zuvor hatten Janukowitsch und Oppositionsführer ein von der EU vermitteltes Abkommen zur Lösung der Staatskrise unterzeichnet. Die Oberste Rada setzte danach umgehend erste Beschlüsse durch. So sollte die Rückkehr zur Verfassung von 2004 die Machtfülle des Staatschefs erheblich beschneiden - eine Kernforderung der Opposition. Das Abkommen sieht zudem vorgezogene Präsidentenwahlen bis zum Dezember vor. Geht es nach dem Parlament, sollen diese nun am 25. Mai stattfinden. Außerdem wurden mit dem Abkommen eine Übergangsregierung unter Beteiligung der Opposition und eine Rückkehr zur parlamentarischen Demokratie vereinbart.
Lawrow stellt sich hinter Janukowitsch
Janukowitsch spricht nun davon, dass ihm die internationalen Vermittler, die bei der Unterzeichnung dieses Abkommens halfen, „Sicherheitsgarantien“ gegeben hätten. Schützenhilfe bekam er vom russischen Außenminister Sergej Lawrow. Dieser warf der ukrainischen Opposition vor, sich nicht an die Abmachung mit Janukowitsch zu halten. Die Opposition werde von „bewaffneten Extremisten und Pogrom-Anstiftern“ angeführt, deren Aktionen eine direkte Bedrohung für die Souveränität und die verfassungsrechtliche Ordnung der Ukraine seien.Allerdings gab es auch andere Töne aus Russland. Die jüngsten Ereignisse in der Ukraine seien Beweis für den Machtverlust des Staatschefs, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow. Moskau rückte am Samstag erstmals öffentlich von Janukowitsch ab: „Ein trauriges Ende für einen Präsidenten.“
Timoschenko-Vertrauter nun Regierungschef
Das ukrainische Parlament wählte am Samstag mit Turtschinow einen Vertrauten von Timoschenko zum Präsidenten des Parlaments und zum amtierenden Regierungschef. In der Früh war Parlamentspräsident Wolodimir Rybak, ein Vertrauter von Präsident Janukowitsch, zurückgetreten. Rybak gab gesundheitliche Gründe für den Schritt an. Wenig später bestimmte das Parlament den Oppositionsführer Arsen Awakow zum neuen Innenminister. Er soll das Amt so lange bekleiden, bis eine neue Koalitionsregierung gebildet wird.Innenministerium wechselte Seite
Die Armee betonte, sich nicht in den politischen Konflikt einzumischen. „Als Offizier werde ich keine verbrecherischen Befehle erteilen“, sagte Generalstabschef Juri Iljin. Die Armee wolle „dem ukrainischen Volk aufrichtig dienen“. Die Verfassung des Landes untersage den Streitkräften eine Einmischung in innere Konflikte.Das Innenministerium wechselte indes auf die Seite der Opposition und forderte diese zur Kooperation mit der Polizei auf. Zugleich betonte das Innenministerium, dass es den Wunsch der Opposition nach einem „raschen Wandel“ unterstütze. Auch die Chefs von vier Sicherheitsdiensten, darunter die Bereitschaftspolizei Berkut, die die Auseinandersetzung mit den Demonstranten anführte, versicherten am Samstag im Parlament, dass sie nicht gegen die Bevölkerung vorgehen würden.
Land vor Spaltung?
Demonstranten konnten so die Luxusresidenz des Präsidenten, den Mezhyhria-Komplex, betreten. Einem BBC-Bericht zufolge war dort keine Polizei an Ort und Stelle. Auch der Amtssitz des Präsidenten ist offenbar bereits in den Händen der Demonstranten. Zuvor hatten die radikalen Vertreter der Opposition, die „Volksverteidigungskräfte“, gedroht, mit Waffen den Amtssitz des Präsidenten zu stürmen, sollte Janukowitsch nicht umgehend zurücktreten.In den prorussischen Regionen im Osten und Süden der Ukraine hingegen wird die Legitimität des Parlaments angezweifelt. „Die Ereignisse in der ukrainischen Hauptstadt haben zur Lähmung der Zentralmacht und zur Destabilisierung der Regierung geführt“, sagten Vertreter örtlicher Regierungen und Parlamente am Samstag in Charkiw. Das Parlament werde bei seiner Arbeit „durch Waffen und Mord“ bedroht.
http://orf.at/stories/2219467/2219469/
Ukraines Hools in der Revolution
Ukrainische Fußball-Ultras von 34 Vereinen haben einen beispiellosen Waffenstillstand geschlossen. Angesichts der heftigen Proteste wollen sie auf gegenseitiges Schädeleinschlagen verzichten.
Angesichts der innenpolitischen Krise in der Ukraine haben die Fußball-Ultras von 34 Vereinen auf unbestimmte Zeit einen beispiellosen Waffenstillstand geschlossen. "Von Lugansk bis zu den Karpaten ist ein Fan dem anderen Fan Freund und Bruder", heißt es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung. Die hartgesottenen Fans von Teams der drei obersten Ligen versprachen, sich nicht anzugreifen sowie auf Beleidigungen zu verzichten.
Ultras hatten bei den Protesten wiederholt auf Seiten der Regierungsgegner eingegriffen und etwa Demonstranten gegen bezahlte Schlägerbanden geschützt. Nun sehen sich viele Fans erhöhtem Verfolgungsdruck von Seiten der Behörden ausgesetzt. Angriffe aufeinander würden "nur die heutige Situation in der Gesellschaft verschlechtern", hieß es nun in der Erklärung.
Angesichts der innenpolitischen Krise in der Ukraine haben die Fußball-Ultras von 34 Vereinen auf unbestimmte Zeit einen beispiellosen Waffenstillstand geschlossen. "Von Lugansk bis zu den Karpaten ist ein Fan dem anderen Fan Freund und Bruder", heißt es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung. Die hartgesottenen Fans von Teams der drei obersten Ligen versprachen, sich nicht anzugreifen sowie auf Beleidigungen zu verzichten.
Ultras hatten bei den Protesten wiederholt auf Seiten der Regierungsgegner eingegriffen und etwa Demonstranten gegen bezahlte Schlägerbanden geschützt. Nun sehen sich viele Fans erhöhtem Verfolgungsdruck von Seiten der Behörden ausgesetzt. Angriffe aufeinander würden "nur die heutige Situation in der Gesellschaft verschlechtern", hieß es nun in der Erklärung.
Die Revanche
Slask Wroclaw hat den Bus von Biris Norte (Sevilla) die auf den Rückweg von Maribor waren angegriffen. 6 Spanier mussten ins Krankenhaus.


Slask hatte einige Fahnen verloren beim Spiel gegen Sevilla szene-europa-f8/polen-t3615-7434.html
http://www.times.si/sport/so-navijace-s ... 947b0.html
Andere Quellen sprechen davon, dass es Viole Maribor gewesen sein soll.
http://www.24ur.com/foto-in-video-pretep-na-tepanju-stirje-spanski-navijaci-ranjeni-poskodovan-je-tudi-njihov-avtobus.html
Egal wer es war ? es sitzen seit der Aktion von Slask 7 Leute in U-Haft in der Slowakei !
Ich hab gehört dass die Polizei vermutet hat dass die Slask Worclow Hools denn Bus von Sevilla angegriffen haben und die wurden dann ihn Österreich festgenommen,obwohl sie mit dem Angriff auf denn Sevilla Bus nichts zu tun hatten.
Slask hatte einige Fahnen verloren beim Spiel gegen Sevilla szene-europa-f8/polen-t3615-7434.html
http://www.times.si/sport/so-navijace-s ... 947b0.html
Andere Quellen sprechen davon, dass es Viole Maribor gewesen sein soll.
http://www.24ur.com/foto-in-video-pretep-na-tepanju-stirje-spanski-navijaci-ranjeni-poskodovan-je-tudi-njihov-avtobus.html
Egal wer es war ? es sitzen seit der Aktion von Slask 7 Leute in U-Haft in der Slowakei !
Ich hab gehört dass die Polizei vermutet hat dass die Slask Worclow Hools denn Bus von Sevilla angegriffen haben und die wurden dann ihn Österreich festgenommen,obwohl sie mit dem Angriff auf denn Sevilla Bus nichts zu tun hatten.
Janukowitschs Rückzugsgefecht ?
Ukraine: Nach Einigung mit Opposition soll Timoschenko freigelassen werden
Innenminister wird entlassen - Übergangsregierung und vorgezogene Präsidentenwahl geplant - Parlament beschließt Rückkehr zu Verfassung von 2004
Fast ohne Unterbrechung hatten die Vertreter der Opposition, der EU und Russlands seit Donnerstagfrüh in Verhandlungen mit Präsident Wiktor Janukowitsch versucht, einen Weg aus der Krise zu finden. Am Freitagnachmittag unterschrieben Janukowitsch und die Oppositionsführer Arseni Jazenjuk, Witali Klitschko und Oleg Tjanibok ein Abkommen. Diesem hatte zuvor auch der "Bürgerrat" der Demonstranten auf dem Maidan zugestimmt. Die Vereinbarung sieht vorgezogene Präsidentschaftswahlen, die Bildung einer Übergangsregierung und die Rückkehr zur Verfassung von 2004 vor. Der letzte Punkt wurde schon kurz danach durch einen fast einstimmigen Parlamentsbeschluss umgesetzt.

Eine große Überraschung war eine Gesetzesänderung, mit der die Freilassung der ehemaligen Regierungschefin Julia Timoschenko in die Wege geleitet wurde: Die Oberste Rada stimmte dafür, die Vorwürfe gegen die ehemalige Ministerpräsidentin nicht mehr als Straftaten zu werten. Die Galionsfigur der Orangen Revolution sitzt seit zweieinhalb Jahren in Haft. Sie war 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Das Gesetz muss noch von Janukowitsch unterschrieben werden; dazu hat er drei Wochen Zeit. Timoschenkos Anwalt Sergej Vlasenko war deshalb im Gespräch mit dem Standard vorsichtig: "Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie sehr Janukowitsch taktiert. Er hat viel versprochen und nichts eingehalten." Und auch Timoschenkos Tochter Jewgenija sagte telefonisch zum Standard: "Wir haben noch einen langen Weg vor uns und haben immer noch alle Hände voll zu tun, um sie aus dem Gefängnis zu befreien."
Die Menschen auf dem Maidan nahmen die Meldung zu Timoschenko mit großem Jubel auf. Eine Gruppe Studentinnen kommentierte: "Sie ist die Einzige, die uns nach Europa führen wird." Für Ludmilla, eine Pensionistin, steht fest: "Der Tag, an dem Julia das Gefängnis verlässt, ist Janukowitschs letzter Tag im Amt des Präsidenten. Wenn sie freikommt, dann erhebt sich das gesamte Land!" Das mögen auch die Befürchtungen des Präsidenten sein. Die EU und die USA haben den Prozess und die Haftstrafe stets als politisch motiviert kritisiert. Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hatte die Verurteilung als willkürlich bezeichnet und die Freilassung Timoschenkos gefordert.
Innenminister abgesetzt
Mit großer Mehrheit beschloss das Parlament eine Amnestie für alle Teilnehmer an den jüngsten Protesten. Außerdem wurde Innenminister Witali Sachartschenko abgesetzt. Ihn macht die Opposition für die massive Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte verantwortlich.
Die Einigung stand lange auf der Kippe. Die politische Opposition hatte in der Nacht bereits mit dem Abbruch der Verhandlungen gedroht. Die EU-Außenminister versuchten am Vormittag fieberhaft, das Paket über eine Einigung festzuzurren. Im Hotel Radisson in der Altstadt beriet sich der deutsche Chefdiplomat Frank-Walter Steinmeier mit seinen Mitarbeitern und telefonierte mit Berlin.
Zur gleichen Zeit erklärten 31 Parlamentsabgeordnete der regierenden Partei der Regionen, sie würden innerhalb der Fraktion eine eigene Gruppe bilden. Anführen soll den Block der ehemalige Wirtschaftsminister und Präsidentschaftskandidat von 2010 Sergej Tigipko. Experten bewerten den Schritt unterschiedlich. Tigipko gilt als Premier-Kandidat in einer Übergangsregierung. Es könnte sein, dass er seine Eigenständigkeit herausstellen will, es ist aber auch denkbar, dass es sich um bloße Kosmetik handelt.
Russlands Vermittler Wladimir Lukin reiste am späten Freitagvormittag ab. Im Gegensatz zu Steinmeier und dessen polnischem Kollegen Radoslaw Sikorski hatte er das Abkommen nicht unterzeichnet. Neben Lukin als offiziellem Vertreter sei Wladislaw Surkow, enger Berater von Kreml-Chef Wladimir Putin, heimlich nach Kiew gereist, berichten ukrainische Medien. Ein TV-Journalist wurde mit den Worten zitiert: "Ich habe persönlich mit Surkow in Kiew gesprochen; das ist erst ein paar Tage her."
Putin telefoniert mit Obama
Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama haben Freitag Abend bei einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine rasche Stabilisierung der Lage in der krisengeschüttelten Ukraine geäußert. Putin habe bei dem Gespräch betont, dass besonders die Auseinandersetzung mit der radikalen Opposition wichtig sei.
Am Freitag bot sich im Zentrum Kiews unter anderem folgendes Bild: Auf dem Boulevard Kreschtschatik, der zum Maidan (Unabhängigkeitsplatz) führt, standen reihenweise Fahrzeuge, Pkws und Lieferwagen, alle mit Nummerntafeln aus der Westukraine: Ternopil, Iwano-Frankiwsk, Lwiw (Lemberg). Unzählige Polizisten aus westlichen Landesteilen trafen ein. Freimütig gaben sie in der City Auskunft: "Ja, wir sind hierhergekommen, um die Menschen zu beschützen; das ist schließlich unser Job", sagte ein Polizist aus Iwano-Frankiwsk.
Am späten Freitag Abend soll es außerhalb des Kiewer Stadtzentrums zu einer Schießerei zwischen der "Berkut"-Einheit des Innenministeriums und den Samoobarona-Truppen der Opposition gekommen sein. Dabei sollen zwanzig Polizisten gefangengenommen worden sein.
Janukowitsch soll Kiew verlassen haben
Am Abend verbreiteten sich auch Gerüchte, Janukowitsch habe Kiew Richtung Charkiw verlassen. Dort ist an diesem Samstag ein Kongress der regierenden Partei der Regionen geplant. Daran könnte Janukowitsch teilnehmen wollen. Der Ex-Sowjetrepublik könnte im Ernstfall eine Spaltung drohen. Die Partei hatte bereits 2004 über eine Abspaltung vom pro-europäischen Westen des Landes diskutiert.
Bei den gewaltsamen Zusammenstößen in Kiew wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit Dienstag 77 Menschen getötet. (Nina Jeglinski aus Kiew /DER STANDARD, 22.2.2014)
Freitag, 21. Februar 2014
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