Samstag, 9. September 2017

Favoriten, Oida

Reumannplatz soll Bezirkszentrum werden

Gerade erst ist die Verlängerung der U-Bahnlinie U1 nach Oberlaa vom Reumannplatz aus eröffnet worden. Im nächsten Jahr beginnt die Umgestaltung des Reumannplatzes selbst. Wünsche und Anregungen der Favoritner sind gefragt.
Die Verlängerung der U1 brachte Raum für andere Nutzungen mit sich. Die Straßenbahnlinie 67 fährt nun nicht mehr über den Platz und die Bedeutung des Reumannplatzes als Umsteigeknoten hat sich verringert. Daher beauftragte die MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung) das Planungsbüro Tilia, einen Beteiligungsprozess durchzuführen. Die Ergebnisse fließen in ein Gestaltungskonzept ein, das im Winter präsentiert werden soll.

Gestaltung als Bezirkszentrum

Ab sofort sammelt die Stadt Wünsche und Anregungen für die Neugestaltung von den Bewohnern Favoritens. „Dieses Projekt ist besonders, da die Ideen und Wünsche die Basis für die weiteren Planungen sind und am Anfang des Projekts stehen. Die Bürgerinnen und Bürger planen gemeinsam den neuen Reumannplatz“, hieß es dazu aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne).
Der Umbau startet Ende 2018. Ziel der Umgestaltung ist es, die Funktion des Platzes als Bezirkszentrum mit einem entsprechenden räumlichen Angebot zu stärken und die Identifikation der Favoritner mit dem Reumannplatz gestalterisch zu unterstützen, so die Stadt. Der Prozess startet am 8. September mit zahlreichen Aktionen, die einladen, die ehemalige Gleistrasse anders als bisher zu erleben. Am 23. September findet ein Planungscafé am Platz statt, bei dem alle ihre Anliegen und Ideen einbringen können.

http://wien.orf.at/news/stories/2864985/


Jovem Fla

Mittwoch, 6. September 2017

Ah net schlampert

Wiener Bestattung verlor Leiche

Wegen einer defekten Türverriegelung hat ein Transporter der Wiener Bestattung am Dienstagvormittag eine Leiche verloren. Der Sarg rutschte bei der Rosenhügelstraße in Hietzing aus dem Auto und zerbrach.
30.000 Fahrten werden jährlich von der Wiener Bestattung durchgeführt, und noch nie hat man dabei eine Leiche „verloren“ - bis Dienstag. Sprecher Florian Keusch bestätigte einen Bericht der Gratiszeitung „Heute“ (Onlineausgabe), wonach gegen 11.00 Uhr der Sarg aus dem Auto gerutscht war.

Leiche in Sanitätssarg umgebettet

Der Fahrer, der alleine von Hietzing auf dem Weg in eine Bezirksleichenkammer in Liesing war, reagierte laut Keusch pietätvoll und richtig, indem er die Leiche in einen Sanitätssarg umbettete und den zerborstenen Holzsarg so gut wie möglich abdeckte. Die Angelegenheit war in etwa zehn Minuten erledigt, auch durch die Unterstützung alarmierter Kollegen.

Der oder die Tote blieb „unversehrt“. Die Angehörigen, sofern es welche gibt, würden über den Vorfall informiert. „Wir sind untröstlich, dass das passiert ist“, beteuerte der Sprecher der Wiener Bestattung. Dass die Verriegelung der hinteren Tür defekt war, sei klar. Wieso sie versagte, werde nun untersucht. Auf der steilen Rosenhügelstraße sei der Sarg jedenfalls aus dem offenen Transporter gerutscht.

http://wien.orf.at/news/stories/2864306/


Neues vom WSC

Prügelvideo: Verein verweist Nachwuchskicker

Bei einem Nachwuchs-Trainingslager des Wiener Sportclubs sollen zwei Burschen einen Teamkollegen geschlagen und dabei gefilmt haben. Das Video wurde per Smartphone verschickt, die beiden mussten den Verein verlassen.
Beim Trainingscamp der Jugendmannschaften des Wiener Sportclubs wurde ein Spieler von einem Mitspieler mit einem Hausschuh verprügelt, ein anderer hat das ganze gefilmt und in Sozialen Medien geteilt. Andere Mitspieler hätten tatenlos zugesehen, heißt es in einem Bericht des Kurier. Für den Sportclub ein untragbares Verhalten.
„Unser Ansatz ist klar ein offensiver, weder verschweigen noch verhehlen. Es passiert eine lückenlose Aufklärung, wir sprechen mit allen Beteiligten“, sagte Sportclub-Pressesprecher Marcel Ludwig gegenüber „Wien heute“.

Täter uneinsichtig

Zusätzlich wird es auch ein Gespräch mit den Spielern geben - mit externer fachlicher Hilfe und zuerst ohne Trainer. Nichts gebracht hat das Gespräch mit den Tätern. Sie zeigten sich uneinsichtig und mussten den Verein verlassen. Im aktuellen Fall soll es allerdings auch für jene Mitspieler, die tatenlos zugesehen haben, Konsequenzen geben - damit der Fall ein Einzelfall bleibt.
Dass Mobbing und Gewalttaten gefilmt und anschließend in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, ist nichts Neues. Man müsse Kinder und Jugendliche mehr für die Folgen sensibilisieren, sagt Monika Pinterits, Jugendanwältin der Stadt Wien. Oft passiere jedoch das Gegenteil. „Wir Erwachsenen filmen ja auch alles was wir sehen, ob es ein Unfall oder etwas anderes ist. Wir stellen es ins Netz, das ist keine Vorbildwirkung.“

http://wien.orf.at/news/stories/2864574/

Dienstag, 5. September 2017

Ungarn - Portugal

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Dresden unterwegs

Polizei: Mindestens 17 Personen der Dresdner Fanszene identifiziert
Anhand von Bildmaterial hat die sächsische Polizei mehrere Angehörige der Dresdner Fanszene identifiziert, die bei dem von Hetz-Attacken überschatteten Spiel der Nationalmannschaft am Freitag in Prag dabei waren. Wie der Sprecher der Dresdner Polizei, Thomas Geithner gegenüber MDR Sachsen bestätigte, soll es sich dabei um mindestens 17 Personen handeln- Zwei von ihnen hätten vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen die tschechische Nationalelf Gefährderanschreiben erhalten, teilte zudem Polizeipräsident Horst Kretzschmar am Montag mit. Aus einer Gruppe von rund 200 Deutschen waren in Prag rechtsradikale Parolen gerufen und eine Gedenkminute durch Schmähungen gestört worden.
Da Gefährderanschreiben allein nicht in jedem Fall von einer Anreise abhalten, werden wir zukünftig auch Meldeauflagen als präventiven Baustein prüfen. Voraussetzung dafür sind konkrete Erkenntnisse, die eine entsprechende Gefahrenprognose erlauben.



Horst Kretzschmar Polizeipräsident Dresden
Unklar sei aber noch, ob den identifizierten Dresdnern von den tschechischen Behörden Straftaten vorgeworfen werden.
Die Polizei habe unaufgefordert mit der Sichtung des Bild- und Videomaterials begonnen, sagte Kretzschmar. "In erster Linie identifizieren unsere Ermittler Personen, die sich während des Spiels im Prager Stadion aufhielten. Wir gehen damit in Vorleistung für den Fall, dass uns die zuständigen Behörden mit strafrechtlichen Ermittlungen beauftragen."

Grindel: Problemfans stürmten den Block

Ein Teil der in Prag mit rechtsextremen Parolen aufgefallenen Problemfans hat sich laut DFB-Präsident Reinhard Grindel illegal Zugang zum Stadion verschafft. Vor dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft in Tschechien (2:1) sei "eine ganze Reihe dieser Leute gewaltsam ins Stadion gekommen, indem sie einen Blocksturm gemacht haben", sagte Grindel. Er sprach von 200-300 Problemfans, vor denen der DFB vorab gewarnt gewesen sei.

"Das ist eine Klientel, die den Verbindungsbeamten der Polizei bekannt war. Die haben wir ab und an auch bei Bundesligaspielen in den Stadien", so Grindel weiter. Er forderte "alle Leute, die den Fußball lieben", auf, sich klar zu distanzieren.
dpa/sid

Deutsche Fans zünden Pyrotechnik während des Spiels